Darf man Folk mit eindeutigen Pop-Einflüssen mischen? Und klingt das dann nicht allzu chartstauglich? Man kann und nein, es klingt sehr einzigartig: Langhorne Slim & the Law machen es vor.

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“We all love Wu-Tang Clan as much as we love Bowie, or Brazilian psychedelic pop”, sagt der Bandleader Langhorne Slim, der im wirklichen Leben eigentlich Sean Scolnick heißt. Wie? Kein Guthrie? Kein Dylan? Nein, Langhorne Slim & the Law sind vermutlich das, was man ganz urspünglich nennt: Sie singen und spielen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und haben keine Scheu davor, den ganz klassischen Raw-Americana-Sound mit Pop-, Punk- und Soul-Elementen  aufzumischen. Ordentliche Portionen Drums, Brass-Sets und Piano sorgen dafür, dass eine ganz wilde Mischung entsteht. So hat der 32jährige Scolnick mit seiner Band letzten Sommer einen der besten Songs der großen Americana-Riege aufgenommen und vielleicht ist der auch nur so großartig, weil er keine Lust hat sich in eine Schublade stecken zu lassen. John Lennon lässt sich in der Stimme wiedererkennen ebenso wie Kurt Cobain, anhand dessen Songs Langhorne selbst Gitarre spielen und singen gelernt hat.

Der Titelsong des Albums ist ein angenehmer Ohrwurm und letztendlich auch Kampfansage  an alle, die von der bunten Mischung nicht überzeugt sind: This is the way [they] move. Das Quartett macht, was es will und zwar im Hier und Jetzt –  und klingt exzellent dabei. Für das Album gilt: Herzschmerz trifft Dance-Moves! Chapeau!

Aufgenommen wurde das Album „The Way We Move“ mit anderen Songs in Catskills, New York – 26 Songs in nur vier Tagen. In so kurzer Zeit runtergerockt, denn Langhorne kennt im Moment nur ein Zuhause:  “I’m in a bit of a transitional period—currently, the road will be home. That’s just kind of my spirit, to be slightly restless”, so der Herr aus Langhorne, Pennsylvania (daher der Name). Das Album beschäftigt sich neben dem Tod eines engen Verwandten („Song for Sid“) mit dem Leben an und für sich – mit den guten Seiten, von denen es ja so viele gibt, und mit den schlechten, nach denen es nur wieder besser werden kann. Es ist vor allem sein eigenes Leben, von dem Langhorne da singt. Diese Offenheit und der wilde Stilmix machen Langhorne Slim & the Law zu Unikaten.

Den vier Buben werden immense Livequaliäten zugesprochen, von denen wir uns bald selber ein Bild machen können: Im März sind sie in Deutschland als Opener für The Lumineers unterwegs und spätestens dann wird „The Way We Move“ auch kein Geheimtipp mehr sein. Was andere zu dem Song und dem Sound der Band sagen?

„damn near perfect“ – Rolling Stone

„one of the greatest live acts“ – The Guardian

„Leadbelly’s gift for storytelling and Dylan’s ability to captivate crowds.“ – The New Yorker

Wir sagen: Sie alle haben recht. „The Way We Move“ ist genau der richtige Weg einem den wild durchgemischten Americana-Pop-Folk-Sound auf erfrischende Weise näher zu bringen.

„The Way We Move“ erscheint bei uns physisch am 8. März auf Ramseur Records. Digital ist es bei den üblichen Verdächtigen schon erhältlich.

Fotos: via www.langhorneslim.com