Wenn in München die Kanada-Fahnen während eines Konzerts nach oben gehen, dann befindet man sich auf einem Gig der Arkells: Die fünf Buben aus Hamilton, Ontario sind stolz auf Ihr Land. Wieso sollten sie es auch nicht sein? Nebenbei oder stop – hauptsächlich machen sie auch aber auch gute Musik.

Vor ihrem Konzert, bei dem die Arkells ordentlich aufgedreht und das Publikum mitgerissen haben, haben wir uns ein bisschen mit Sänger Max und Gitarrist Mike unterhalten: Was bedeutet eigentlich ihr Albumtitel Michigan Left? Und was halten sie so von ihrem Landsmann Justin Bieber? Los geht’s:

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Wieso ist das Album „Michigan Left“ nach einer bestimmten Art abzubiegen benannt?
Max meint, er mag einfach diese Weise abzubiegen. Ja, doch, es gäbe diese Art von Kreuzung zwar auch nicht in Kanada, aber im etwa 4 Stunden entfernten Michigan. Hä?! Nein, ernsthaft: Die Platte wurde erstmal ohne Namen aufgenommen und erst zum Schluss hat sich die Band nochmal alle Texte angeschaut und ja mei, „Michigan Left“ hat ihnen am besten gefallen.

Die Arkells haben in den kanadischen Bath House Studios aufgenommen, irgendwo am Lake Ontario (für kanadische Verhältnisse ist die nächste Stadt Kingston ein Kaff). Wie war das – ein Haus, in dem alles da ist vom Studio bis zum Bett in der Einöde?
Meistens war es recht lustig. Die Tage haben meistens erst mittags angefangen und dauerten dafür dann aber auch bis 3 oder 4 Uhr morgens. Eigentlich war es ein großer Spaß – wie Aufnahmesessions in einem großen Haus mit einem Zimmer voller Gitarren und einem für das Schlagzeug. Sie nahmen sich die Zeit, die sie brauchten und das hat es für die Arkells zu einer recht entspannten Aufnahmezeit gemacht.

„Whistleblower“ von den Arkells wurde für TV-Spots der Toronto Blue Jays, Torontos Baseball Team, verwendet. Wie kam es denn zu dieser Liaison?
Ganz einfach: Sie mögen die Blue Jays und sie freuen sich, wenn ihre Musik in solchen Zusammenhängen verwendet wird. Wenn die Songs im Radio laufen oder beim NHL Hockey-Computerspiel, dann finden sie das natürlich gut. Wer hätte sich das auch vor ein paar Jahren träumen lassen? – Die Arkells jedenfalls nicht.


Die Arkells spielen in London beim „Canada Day“ am 1. Juni. Was erwarten sie dort vor Ort?

Sie rechnen mit einem Haufen betrunkener Kanadier, einem Tim Horton und vielen Flaggen. Da fühlen sie sich dann wie zuhause. Bis dahin und danach ist erstmal bisserl Pause: 16 Monate auf Tour fordern eine Aufladung der Batterien.

Sind die Arkells stolz auf ihre kanadische Herkunft?
Na logo, wieso sollten sie es nicht sein?! Kanada is super! Sie werden überall nett empfangen – in England, in Deutschland und auch in den USA. Super!

Word Game: Ein Wort oder ein Name und dazu bitte eine kurze Antwort. Go!

Justin Bieber – Coole Dance Moves.
Juno Awards – Chad Kroeger, Michael Bublé und Sieg!
Bruce Springsteen – The Boss!!!
Taylor Swift – The Boss…
The Real Canadian Superstore – Masse (Der RCS ist eine Supermarktkette, die angeblich typisch kanadisch ist: Es gibt alles nur in der Maxipackung und Kopfschmerztabletten sind gefährlich feuerrot)

Wie war’s auf Tour in Deutschland?
War super! Im Herbst waren die Arkells schon mit Billy Talent und Anti-Flag hier bei uns und sie hatten vor der Tour allein schon ein wenig Muffensausen. Aber völlig umsonst: Jeder Abend war super, die Konzerte haben viel Spaß gemacht, ganz besonders haben sie Münster und das Publikum dort in Herz geschlossen.

Wen hören sie denn selber gern?
Taylor Swift und der Boss scheinen hier eine seltsame Kombination einzugehen. Außerdem Born Ruffians, Phoenix, The National und Ben Folds, The Rolling Stones und The Band – aber wie immer: Es sind zu viele zum Aufzählen.

Letzte Frage: Sie mögen das Baseball Team von Toronto, aber wie sieht es mit dem Eishockey-Team der Stadt, den Maple Leafs, aus?
Die stinken! Ein Maple Leaf, ein Ahornblatt, ist etwas Schönes. Viele davon (= das Team) sind eher das Gegenteil.

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Aber nicht nur Fragen haben uns Max und Mike beantwortet, nein, sie haben auch noch den Titelsong einen Song für uns gespielt: „Michigan Left“, der Titelsong des Albums ist auch gleichzeitig einer, den sie gar nicht so oft unplugged performen. Merkt man ihnen nicht an!

Fotos: PR