Auf’s Christkind zu warten wäre im August noch leicht übertrieben. Wir warten stattdessen gespannt auf das Debütalbum der neuesten Musiksensation: Lorde.

Pressefoto 1 - CMS Source-1Nein, jetzt geht’s nicht um die finnischen Show-Metaller  von Lordi, die seinerzeit den Eurovision Song Contest gewonnen haben, sondern Lorde, mit „e“. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich die 16-jährige Ella Yelch-O’Connor  aus Neuseeland, die auszieht, um die Musikwelt zu revolutionieren. Und ihre Chancen stehen gar nicht so schlecht: Mit zwölf Jahren nahm sie an einem Talentwettbewerb in ihrer Heimat teil. Diese Performance gelangte auf Umwegen zum Plattenlabel Universal, die sie seither förderten. Letztes Jahr nahm sie im Herbst ihre erste EP auf, die dann vergangenen März in Oz veröffentlicht wurde. Was folgte? Platz 1 in den neuseeländischen Charts mit ihren Singles „Royals“ und „Tennis Court„. So ein junges Talent bleibt natürlich nicht lang unbeobachtet: Die Welle hat sich auf den Weg gemacht und im Juli haben die „Royals“ auch die amerikanischen Top 40 gestürmt.

Und wie klingt’s jetzt? Schwierig zu beschreiben, denn Lorde braucht nicht viel. Ein Fingerschnippen, ein Beat und ihre Stimme, die eher an I Blame Coco und Robyn als an ihr Alter erinnert – fertig ist der Hit. Lorde mischt gekonnt Gesang und Sprechgesang für die Beschreibung eines Abends, wie sie sich ihn bei den Reichen und Schönen vorstellt: „But every song is like: gold teeth, Grey Goose, tripping in the bathroom, bloodstains, ball gowns, trashing the hotel room.“ Auch ein „tiger on a gold leash“ kommt später noch vor. Wie hat sich der englische Hochadel wohl in Neuseeland präsentiert? – Und wirklich, es ist ein Hit. Als ich den Song das erste Mal vor zwei Monaten gehört habe, lief er im Anschluss sage und schreibe 60 mal. An einem Tag. Also einen ganzen Arbeitstag lang. Es ist ihre Stimme, die Yelch-O’Connor bewusst und absolut zurecht in den Vordergrund stellt.

Inzwischen ist sie zu Besuch in Los Angeles und wird von Produzenten-Halbgott Diplo in Fotos getagged. Der Mann weiß, wie man Hits macht: neben Santigold, M.I.A und Beyoncé hat er  Charts-Garanten wie Bruno Mars, Usher und Justin Bieber produziert. Letzterer dreht im Moment ja etwas durch ob des gelungenen Chart-Erfolges, aber zurück zu unserer neuen Lieblingsobsession aus Kiwi-Land: Glaubt man Lordes Status-Updates auf den üblichen Kanälen, wo sie momentan übrigens etwa 3000 Follower pro Tag mehr an sich bindet,  ist sie in den letzten Zügen ihres Albums „Pure Heroine“, dessen Veröffentlichung für Ende September angekündigt ist. Sollte jeder Song auf der Platte so ein Kracher sein wie ihre ersten beiden Singles, dann hat sie es geschafft und ein Kiwi revolutioniert die Musikwelt. Wir harren gespannt aller Dinge, die da noch kommen.

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