Das Jahr ist ja schon fast wieder zu Ende, in fünf Monaten ist fast schon Weihnachten, die Wiesn kommt, der Sommer geht – Zeit für uns, nach all den Festivals und Open-Airs zurückzuschauen: Wie war 2013 musikalisch für uns bisher? Ist noch Luft nach oben? Wer hat uns enttäuscht? Und was wird das Highlight der kommenden fünf Monate?

ursiUrsi.
Top 5 Alben

1. Queens of the Stone Age – „…Like Clockwork“
2. Washed Out – „Paracosm“
3.  Biffy Clyro – „Opposites“
4. The Neighbourhood – „I Love You“
5. Larry and His Flask – „By the Lamplight“

Top 5 Konzerte
1. Depeche Mode, Olympiastadion München: Die waren gut drauf. Ein Hit jagte den nächsten und unfassbarerweise hat es 1,5 Stunden lang nicht geregnet. Ich drehe immer noch nicht durch, wenn Dave Gahan mit dem Popo wackelt, aber man sollte sie mal gesehen haben. Check! Merci, Renzo!
2. Bruce Springsteen, Olympiastadion München: Der Boss ist super, der Wettergott ein Arschloch. Bei gefühlten 3 Grad musste man es sich schon ziemlich warmtanzen…
3. Frank Turner, Strøm, München: Entgegen allem Seltsamen, was vorher passierte und dem Unfassbaren, was danach kam (s. Enttäuschungen), komme ich nicht umhin zu sagen: Es war ein großer Abend. Und ach Turner, was ist danach bloß mit Dir passiert?
4. Band of Horses, Dachauer Musiksommer: Premiere für mich bei den wihl kuschligsten Open-Air-Konzerten im Münchner Umland. Wie schön!
5. The Avett Brothers, Muffathalle, München. Ohne Worte – so viel schön auf einmal.

Größte Enttäuschung bisher in 2013:
Frank Turner tritt auf der Bühne des Mauerwerks in der Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf. There, I said it. Man hatte mich im Vorfeld gewarnt, dass das aufgezeichnet wurde, aber ich wollte es ja nicht glauben. Bis zu dem Freitagabend, an dem ich nach Wochen das TV-Gerät zur Berieselung einschaltete. Da stand er dann, mein allerliebster Folkpunk, mein unverkäuflicher und ehrlicher Stern am Musikhimmel – auf der Bühne des Mauerwerks. Im Vordergrund unterhielten sich zwei Akteure über die Eröffnung eines Biergartens. Die frühabendliche Stille in meiner Wohnanlage wurde von einem lauten „WTF?!“ meinerseits unterbochen. Glauben will ich weder, dass das wirklich passiert ist (ist es aber) noch dass er sich dafür nicht öffenltich an den Pranger stellen musste. Da ist nix mehr übrig von „Let’s be 1905 but not 1917, let’s be heroes, let’s be martyrs, let’s be radical thinkers“ eher nur noch „But these day I sit at home, known to shout at my TV and Punk Rock didn’t live up to what I hoped that it could be“. Lichtblick: Es kann nur wieder besser werden.

Größte Überraschungen bisher in 2013:
Elton John singt mit Josh Homme. Die interessanteste Entdeckung des Jahres kommt aus Neuseeland, ist 16 Jahre alt und heißt Lorde. Achso, und ja, uns gibt es hier immer noch, wir haben tolle Menschen getroffen, viele Live-Gigs gesehen, über 100 Beiträge und mehrere tausend Besucher.

Größte Vorfreude für den Rest des Jahres:
Die Queens of the Stone Age kommen und diesmal hab ich ein Ticket. Einen Monat später folge ich dem Ruf des Biffsters in den Zenith. Die Avett Brothers bringen überraschend ein neues Album raus. Und in weniger als drei Wochen bin ich beim MusicfestNW in Portland im Musikhimmel. Die größte Freude dort: Mariachi El Bronx am Nachmittag und The Thermals beim Heimspiel zur Geisterstunde.

Kerstin-pinkmanKerstin.

Top 5 Alben

1. Biffy Clyro – „Opposites“
2. The National – „Trouble Will Find Me“
3. Portugal. The Man – „Evil Friends“
4. Frank Turner – „Tape Deck Heart“
5. Junip – „Junip“

Top 5 Konzerte

1. Biffy Clyro, Große Freiheit, Hamburg: Oft gesehen, nie waren sie besser. Es wird nicht besser, mit mir und der Biffy-Manie….
2. Bruce Springsteen, Olympiastadion, München:  Konzert Nummer 3 vom Boss, und immer noch hitlistenwürdig. Trotz der Wettermisere.
3. Frank Turner, Strøm, München: Geburtstagseuphorie hin oder her – das war ein Spektakel!
4. ALT-J, Optimus Alive Festival, Lissabon: Im Gegensatz zu Deutschland ist Portugal schon im kollektiven Alt-J Wahn. Ganz toller Auftritt und selten so ein großartiges Publikum erlebt. Chapeau!
5. Punktgleich: Turbostaat, Feierwerk, München und …Trail of Dead,  Strøm, München: Die Krawallfraktion will ja schließlich auch bedient werden.

Größte Enttäuschung bisher in 2013:
Den Platz teilen sich die Darbietung von Depeche Mode beim Optimus Alive Festival in Lissabon und Frank Turner bei GZSZ (aber das hat Ursi schon hinreichend kommentiert…Shame on you, Frank!). Beim Optimus Alive waren der Gahan und seine Freunde jedenfalls nicht so ganz auf der Höhe. Was war denn da los? Das haben wir aber vor 10-12 Jahren schonmal bedeutend besser gesehen. Nach gut gemeinten 45 Minuten Galgenfrist wurde aufgrund akuter Lethargie zum Elektro-Insel-Hipster Jamie Lidell übergelaufen. Sehr gute Entscheidung – ein Knaller-Konzert!

Größte Überraschung bisher in 2013:
DIIV. Krasse Kids aus Brooklyn, die wohl in den 90ern eingefroren wurden und jetzt in XXL Flanellhemd- und Mützenkombo auf die Bühnen dieser Welt losgelassen, eine 1A The Cure 2.0 treffen Cobain im Jenseits – Mukke raushauen. Der Nachfolger zum Debut „Oshin“ dürfte spannend werden.

Größte Vorfreude für den Rest des Jahres:
Biffy Clyro in so vielen Städten wie möglich, Portugal. The Man im Strøm, The National (und endlich auch mal die sich Süddeutschland konsequent verweigernden Captain Planet) in Berlin, Jack Johnson im Circus Krone, Casper’s „Hinterland“ und die neuen Arcade Fire und Arctic Monkeys Scheiben, das Tony Sly Tribute Album und das Ende von Breaking Bad (mindestens so wichtig, wie alles davor genannte, auch wenn’s keine Band ist!)

 

Foto am 10-12-2012 um 19.15 #3Renzo.

Top 5 Alben
1. Daft Punk – „Random Access Memories“
2. Rhye – „Woman“
3. Kalabrese – „Independent Dancer“
4. Washed Out – „Paracosm“
5. Tricky – „False Idols“

Top 4 Konzerte
1. Ssion, Kong, München: Seifenblasen-Pistole, hüpfen, tanzen und springen und lauter zufriedene Gesichter – was will man mehr?
2. Depeche Mode, Olympiastadion München: Auch wenn ich – genau wie Ursi – nicht in hysterische Kreischanfälle ausbreche: Daves Hüftschwung, sein Charisma und seine Stimme haben mich sehr geflasht.
3. Jamie Lidell, Heaven, London: Der Elektro-Insel-Hipster, wie Kerstin ihn nennt, hat im Londoner Gay-Club Heaven seine diesjährige Tour zum neuen Album eröffnet. Das Publikum zeigte sich zwar überraschend zurückhaltend, ich habe trotzdem dezent mit dem Popo gewackelt.
4. Beyoncé, Olympiahalle München: Krawumm! Bang! Boom! Shake the room! Beyoncé brachte die Olyhalle ordentlich zum Bouncen.
5. Tom Odell, Black Box, München: Erstaunlich, so jung und so erwachsen. Schön.

Größte Enttäuschung bisher in 2013:
Das Konzert von Woodkid in der Münchner Muffathalle. Obwohl ich anfangs von der pompösen Show noch beeindruckt war, blieb im Nachhinein nichts als, nun ja, nichts. Der treffsichere Kommentar meines Begleiters: „Vangelis für Hipster“.

Größte Überraschungen bisher in 2013:
JJ & Palin, das großartige Debütalbum einer vielversprechenden Schweizer Künstlerin – den Bericht bin ich immer noch schuldig. Und: Josef Salvat – da geht noch mehr!

Größte Vorfreuden für den Rest des Jahres:
Das Debütalbum der fabelhaften Hipster-Sisters Haim, Album Nummer fünf der Arctic Monkeys und Album Nummer vier von Arcade Fire (wenn es denn kommt), die neuen Songs von Kelis und „Electric Lady“ Janelle Monáe, Jack Johnson im Circus Krone (falls ich dann nicht in Italien bin), das „Reeperbahn Festival 2013“ in Hamburg, Bruno Mars in der Olympiahalle und natürlich: „ARTPOP„.