Kerstin hat ja schon vorgelegt, nun folge ich. Manches doppelt sich, das war irgendwie klar – aber das schmälert keinesfalls unsere Begeisterung für die einzelnen Künstler. Also, los geht’s:

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Top 10 Shows:

1. Depeche Mode, Olympiastadion, München
2. Queens of the Stone Age, Zenith, München
3. Mariachi El Bronx, Parkplatz des Dr. Martens Stores, Portland
4. The Thermals, Mississippi Studios, Portland
5. Frank Turner, Strom München
6. Band of Horses, Rathausplatz, Dachau
7. Larry and His Flask, Dante’s, Portland
8. The Avett Brothers, Muffathalle, München
9. Phoenix, Zenith, München
10. Bruce Springsteen, Olympiastadion, München

Top 15 Alben:

1. Queens of the Stone Age – „…like Clockwork“
2. Frank Turner – „Tape Deck Heart“
3. Casper – „Hinterland“
4. Biffy Clyro – „Opposites“
5. Junip – „Junip“
6. Lorde – „Pure Heroine“
7. Washed Out – „Paracosm“
8. Surfer Blood – „Pythons“
9. Chvrches – „The Bones of What You Believe“
10. Larry and His Flask – „By the Lamplight“
11. Billlie Joe + Norah – „Foreverly“
12. The Avett Brothers – „Magpie & the Dandelion“
13. Daft Punk – „Random Access Memories“
14. The Neighbourhood – „I Love You“
15. Various – „Inside Llewyn Davis“

Daumen hoch

2013 war ein Top-Jahr. Wir haben unser Baby hier zum Laufen gebracht und viel Spaß damit gehabt (wir hoffen, ihr auch). Es gab unfassbar viel neue Musik und neue Bands. Die Queens of the Stone Age sind mir wirklich immer noch sehr nah am Herzen, auch wenn sie beim Konzert in München den Lieblingssong irgendwie zu spielen vergessen haben. Das MusicfestNW in Portland war perfekt: Abgeranzte Clubs, schöne Studios, Hallen mit Galerie, Hip-Hop, Indie, Rock, Folk und Punk und das in nur vier Tagen. Ich habe tolle Bands entdeckt (Chvrches, bevor man das Album kennt, waren a blast!) und mit meinen tip-top Reisebegleitern die vermutlich abgefahrenste Show des Jahres gesehen: Mariachi El Bronx spielen mittags „behind the Dr. Martens Store“ auf dem Parkplatz einen Gig in knallender Septembersonne, gereicht werden Margaritas und Tacos, beaufsichtigt werden wir von der Alkoholpolizei, die in den USA gern an öffentlichen Plätzen auftaucht.

Die Band of Horses auf dem Rathausplatz in Dachau war eine Wucht. Nicht nur, dass es aufhörte zu schütten an diesem Tag im doch recht regenreichen Sommer 2013, nein – es war einfach perfekt. Perfekt war auch Depeche Mode. Ich dachte, ich freue mich einfach, weil ich mitgenommen wurde. Pustekuchen, Dave Gahan und seine zwei Kollegen haben mich förmlich umgehauen! Frank Turner im Januar und im Mai war mega, was aber dann ab Juli passierte, verdient nur einen Daumen nach unten (aber ich erhole mich langsam von diesem Schock). Aber „Losing Days“ ist in dieser Version immer noch Gold wert!

Ich mag Lorde. Der Kiwi hat ein Album vorgelegt, das schon auch Schwächen hat, aber arschmutig für eine 16-jährige ist und an der sich so einige orientieren werden. Ich bin gespannt, was von der noch kommt. „Team“ wird mich genau so wie Surfer Bloods „Demon Dance“ immer an drei ganz besonders perfekte Wochen in meinem Leben erinnern.

Wie ich die letzten Monate des Jahres ohne das Casper-Album „Hinterland“ überstanden hätte, weiß ich nicht. Kerstin hat ihn so sehr angepriesen und ich dachte immer nur „Jaja, schon recht, aber…“. Nix mehr aber! An meinem Rechner in der Arbeit klebt ein Post-it, auf dem steht „1/3 Heizöl, 2/3 Benzin“ – mehr muss man dazu ja nicht mehr sagen, oder?

Green Days Billie Joe Armstrong und Norah Jones nehmen ein Country-Album gemeinsam auf? Klingt komisch, aber ganz schön gut. Wer „Foreverly“ noch nicht angehört hat, sollte das dringend nachholen. Die Verbeugung des ungewöhnlichen Duos vor den Everly Brothers ist groß.

Daumen runter

Der schon erwähnte Schock lässt langsam nach: Frank Turner bei GZSZ. Alter, lass den Scheiß doch einfach! Das braucht doch keiner! So richtig enttäuscht hat mich sonst keiner, zumindest nicht so drastisch als dass es mir sofort einfiele.

Vorfreude 2014

Scooter nächste Woche im Zenith (weil es völlig abgedreht wird und ich mit Scooter prinzipiell nix anfangen kann, aber es sicher ein Spektakel der Extraklasse wird), Casper im März, Junip im Mai, ein Festival hoffentlich im Juni. Die Queens of the Stone Age haben in Bälde ein neues Album angekündigt, auf das ich mich eben so freuen werde wie auch Neues von den Foo Fighters und The Minutes. Beck veröffentlicht in Kürze ein neues Album – ich bin gespannt! In der bunten Welt des Fernsehens beschert mir schon jetzt die zweite Staffel „House of Cards“ ein grenzdebiles Grinsen im Gesicht, genauso wie die Vorfreude auf „True Detective“, einer neuen Serie mit Matthew McConaughey und Woody Harrelson. Und dann noch Filme von „American Hustle“ bis „Godzilla“. In a nutshell: Gute Musik. Gute Serien. Gute Konzerte. Gute Filme. Gutes Leben. – Es wird ein großes Jahr, dieses 2014.

Und weil aller guten Dinge drei sind, warten wir gespannt auf Renzos Jahresrückblick. Den gibt’s? Na klar hier, superpronto.