Jetzt aber schnell! Auch ich möchte noch meinen Senf zum letzten Jahr abgeben. Fabelhaftes popkulturelles Popcorn wurde uns 2013 wieder vor den Latz geknallt. Erfreulich vor allem die vielen guten Schweizer Bands und Künstler, die plötzlich von sich reden machen und mit frischen Ideen und innovativen Songs überzeugen. Aus meiner Heimat wird es in den kommenden Monaten einiges zu berichten geben – genau wie aus Ursis zweitem Heimathafen.

renzo

Top 20 Alben 2013

1. Daft Punk – Random Access Memories
2. Franz Ferdinand – Right Thoughts, Right Words, Right Action
3. Kalabrese – Independent Dancer
4. JJ & Palin – Meanwhile in Kolin
5. Haim – Days Are Gone
6. Rhye – Woman
7. Arcade Fire – Reflektor
8. Washed Out – Paracosm
9. Phoenix – Bankrupt!
10. Tricky – False Idols
11. Junip – Junip
12. Bill Callahan – Dream River
13. Blood Orange – Cupid Deluxe
14. Janelle Monáe – The Electric Lady
15. Austra – Olympia
16. Retro Stefson – Retro Stefson
17. Arctic Monkeys – AM
18. London Grammar – If You Wait
19. Woodkid – The Golden Age
20. AlunaGeorge – Body Music

Top Shows 2013

1. Phoenix, Zenith, München
2. Ssion, Kong, München
3. Scott Matthew, Kammerspiele, München
4. Bruno Mars, Olympiahalle, München
5. Depeche Mode, Olympiastadion, München
6. Beyoncé, Olympiahalle München
7. Jamie Lidell, Heaven, London
8. Tom Odell, Black Box

Daumen hoch

Erst einmal freue ich mich wahnsinnig, dass wir mit unserem Blog schon Einjähriges feiern – und sensationelle 288 Facebook-Likes haben. Unser Redaktionsausflug zu Phoenix (und Haim und Family Of The Year) war cool. Live haben mich die Franzosen weggepustet. Mein Album-Highlight war der Release (und der damit einhergehende Schnitzeljagd-Zirkus) des neuen Daft-Punk-Albums. Beim überraschenden Beyoncé-Release war ich dann in Thailand – mein absoluter Höhepunkt des Jahres. In Sachen TV war ich von der dezent an „Twin Peaks“ erinnernden Mini-Serie „Top Of The Lake“ hellauf begeistert – danke Kerstin!

Daumen runter

Der Hype um Haim war etwas zuviel. Monatelang fieberte ich dem Album-Release entgegen. Das Werk ist, im Vergleich zur ersten EP, ziemlich glatt produziert, gehört aber dennoch zu meinen Lieblingsalben des zurückliegenden Jahres. Live haben mich die drei wilden, Zotteln schüttelnden Schwestern dann aber doch nicht überzeugt. Zu viel Schischi um wenig Substanz hatte leider auch Woodkid zu bieten. „Vangelis für Hipster“ und so. Im März kommt der Franzose wieder – jetzt auch im Zenith. Hooray!

Vorfreude 2014

Ich freue mich wie bekloppt auf das Solo-Album Pharrell Williams. Seit der ersten Kelis-Platte, die von den Neptunes produziert wurde, bin ich großer Fan des talentierten Beaus (Doch, Ramin, er ist hübsch!). Auch auf das neue Album von Pharrells einstiger Protegée bin ich gespannt – auch wenn das vermutlich ein eher krawalliges Böller-Feuerwerk wird. Außerdem freue ich mich in den kommenden Wochen auf die neuen Alben von Beck, Nina Persson und William Fitzsimmons. Und dann sollen wir dieses Jahr ja mit einem Solo-Album von Damon Albarn, einem neuen Werk von meiner Lieblingsexzentrikerin Lykke Li sowie neuen Longplayern von Lily Allen, den Red Hot Chili Peppers und Clueso beglückt werden. U2 gehören gar nicht zu meinen Favoriten, aber wenn Danger Mouse seine Finger im Spiel hat, könnten sogar Bono und Co. Erstaunliches abliefern. Und: Angeblich ist ein neues Album von TLC geplant. Bring it on! In meiner Hometown tüfteln die Jungs von From Kid an ihrem Debütalbum, ich freu mich drauf.

Nicht zuletzt nach den Jubelstürmen und glückseligen Grinsen von Kerstin und Ursi werde ich mir in Kürze endlich endlich „Breaking Bad“ vornehmen. Auch „The Walking Dead“ hat es mir seit Längerem angetan. Ähnlich wie Kerstin zweifle ich ob meiner Begeisterung für die umherwandelnden Beisser ein kleines bisschen an meiner Vernunft – dennoch sitze ich immer wieder mit offenem Mund vor’m Bildschirm, wenn Protagonisten, pardon, abkratzen. Es geht eben nichts über storybasierte Drehbücher. Nur zwei wirklich wahnsinnig nervige, weil obermoralisch (und obendrein von schlechten Schauspielern verkörperten) Figuren könnten von mir aus gerne bald das Zeitliche segnen – Rick und Carl.

In Sachen Live Entertainment bin ich gespannt auf den Gig von Broken Bells beim m4music-Festival in Zürich. Und natürlich: 20 Jahre Scooter im, Überraschung, Zenith! Ursi, das wird ein Fest!

Wenn ich einen Wunsch für 2014 frei habe…

… dann krönen Outkast ihre geplanten Reunion-Konzerte beim Coachella-Festival mit einem Album, das an ihr großartiges, vor knapp zehn Jahren erschienenes „Speakerboxxx/The Love Below“ anknüpft. Und wenn wir schon bei Wiedervereinigungen sind: neue Songs von Moloko wären ein Traum, und wenn nicht, soll wenigstens Róisín Murphy endlich mal wieder zu Höchstform – wie zu „Ruby Blue“-Zeiten – auflaufen, statt bloß obskure, oft unbrauchbare House-Tracks im Netz zu veröffentlichen. Ansonsten: das ein oder andere Reiseziel hab ich schon ins Visier genommen. Die entsprechenden Playlists stelle ich vor lauter Vorfreude schon jetzt zusammen.