Hui, schon Ende Juli! Ich bin spät dran mit meinem Jahresrückblick und dennoch – hier ist er. Welche Alben, welche Konzerte fand ich super? Was hat mich überrascht und worauf freue ich mich? Voilà!

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Die Alben

Ich habe es dieses Jahr mit den easy-breezy Sommer-Tunes. George Ezra ist – Überraschung – bei meinen liebsten Alben von 2014 ganz weit vorn dabei. Mit einreihen dürfen sich noch Beck mit „Morning Phase“, dem gechilltesten Album seit Washed Out letztes Jahr. Ray LaMontagne lieferte mit „Supernova“ ebenfalls eine Platte ab, die meine Balkonnachbarn vermutlich nicht mehr hören können. Ganz allein war der ja nicht, er hatte Hilfe von Dan Auerbach. Der wiederum warf mit seinen Black Keys „Turn Blue“ auf den Markt, das ich zwar mag, aber das sich ein ganzes Stück weit hinter „Brothers“ vom Duo aus Akron, Ohio, einreihen muss. Wiederentdeckt habe ich meine große Liebe für alten Scheiß: Van Morrison, The Band, das Electric Light Orchestra, Stevie Wonder, Otis Redding, Bill Withers und The Kinks teilen sich ihre Airtime zuhause mit den immerwährenden Beatles. Und jaja natürlich – Ursi ist ein Hip-Hop-Fan. Zumindest, solange es sich um Sachen handelt, die vor über zehn Jahren veröffentlicht wurden.

Die Konzerte

Da gab es schon einige gute dieses Jahr. Grandios noch im Januar: Scooter. Heieiei, H.P.Baxxter is the man. Gar nicht meine Musik, aber ein Spektakel sondersgleichen. Sollte man echt mal gesehen haben, allein schon wegen der Hebebühne, der Pyros, der Fans und Hyper Hyper. Döp Döp, wicked for life! Casper war jedesmal wieder eine Schau (und wer mir das vor einem Jahr erzählt hätte, hätte als Antwort bestenfalls ein „Jaja, schon recht.“ bekommen). Auf Kommando durchdrehen eben! Die Augustines haben mich mit Album wie Konzert so von sich überzeugt, dass ich die zwei Stunden gerne krank an der Box im Feierwerk lehnte. Schön war das und für immer: We are with you, Augustines! Ebenfalls mit einer tip-top Performance im Feierwerk zu Gast waren Future Islands  – zum damaligen Zeitpunkt die Nummer Eins der FM4-Charts und dank ihres Letterman-Auftrittts gut über das ganze Netz gestreut. Das Konzert selber war sehr, sehr voll und sehr dunkel und ich glaube, ich verlor meine Begleitung noch nie so oft wie an jenem Abend. Das Wochenende vor Future Islands hüpfte und feierte ich mit FM Belfast im Freiheiz. So viele so gut gelaunte Menschen und so verrückte Isländer und so viel Bier! Und dann ging es auch schon nach St. Gallen zum OpenAir. Junip – zum Weinen schön, mit Sonnenuntergang am Sittertobel noch schöner. Und hier gab es für mich ja auch die größte Überraschung: Moderat. „A New Error“ begleitet mich Wochen danach immer noch, obwohl die Albumversion im Vergleich zu live und mit Visuals ein blasses Bild abgibt. Live war das Berliner Trio überragend!

Die Aha-Momente

Sowas wie letztes Jahr gab es zum Glück nicht. Ich bin dieses Jahr eher positiv überrascht von allen. Ganz besonders überrascht war ich von Chuck Ragan, dem immensen Multitalent und alten Hasen im Geschäft. Nicht, dass es verwunderlich gewesen wäre, aber dass sich jemand soviel Zeit vor einer Show nimmt, ist auch nicht wirklich selbstverständlich. Natürlich wird mich diese Scooter-Nummer für immer prägen – absolut verrückt, wenn man nochmals genauer drüber nachdenkt.

Die Vorfreude

2014 ist ja noch nicht allzu alt. Ich freue mich auf Neues von den Foo Fighters, auf das Reeperbahn-Festival und auf den neuen Zach-Braff-Film. Außerdem bin ich gespannt auf Joe Ginsbergs Solo-Tour und scharre mit den Hufen bis er am 9. August in München auftritt. Frank Turner spielt im August in Augsburg und vielleicht sollte ich da hin – mein letzter Konzertbesuch beim Briten war ja im Mai 2013. Alt-J hat großes im Gepäck, wenn man den ersten beiden Songs glaubt. Außerdem warte ich gespannt, wer das Ermitttler-Duo/-Quartett bei True Detective wird. Als Popkultur-Junkie kommt da für mich aber noch mehr: die letzte Staffel The Killing und ein sicher dramatischer Abschied meinerseits von the one and only Holder, die letzte Staffel Mad Men, der neue Cronenberg-Film, Gotham, „The Disappearance of Eleanor Rigby“ . Zudem Fink, Jungle, Kraftklub und die Felice Brothers in echt.  Dazu viele Abende in wilden Bars und dreckigen Clubs – so isse happy as happy can be, die Ursi.

Hier lang zu den ersten Halbzeiten von Kerstin und Renzo.

Fotos: PR