Isses ja schon wieder soweit… Der erste Advent vorbei, der Dezember geht los. Und wie letztes Jahr haben wir auch 2014 den etwas anderen Adventskalender für euch: 24 Tage voller Ohrenschmankerl, aber ohne Weihnachten für euch!

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Wer uns kennt, weiß: Musik ist unser Ding, aber nicht zwingend die x-te Weihnachtsplatte von Herrn Bublé oder Celine Dion und „Do They Know It’s Christmas Time?“ (egal in welcher Version) schafft es auch nicht in unsere vorweihnachtliche Playlist. Wir haben Videos in Dauerschleifen geschaut, uns vogelwilde Themen überlegt und können nun die kommenden Adventswochen jeweils immer unter ein Mottto stellen. Die un-weihnachtlisten Perlen der Musiklandschaft werden euch von uns da jeden Tag geliefert. Dazu schmeckt der Fusel-Glühwein gleich drei mal so gut und die Lebkuchen, die seit September schon im Regal vor sich dahinsiechen, kommen auch noch auf ihre Kosten. Los geht’s, erste Adventswoche: Ursi übernimmt das Cockpit und es heißt „Welcome to Space“!

Space. Weihnachten. Der Stern! Und weil wir vor kurzem mit Matthew McConaughey durch Wurmlöcher fliegen durften, sind wir jetzt Hobby-Astrophysiker, kennen uns aus wie nix und suchen für euch die schönsten Songs im und über das Weltall heraus – alles im Zeichen des Weihnachtssterns über Bethlehem, versteht sich. Außerdem wissen wir schon lang, wie Star Wars VII ausgehen muss, dass Chewbakka am liebsten eigentlich in den Isar-Auen leben würde und dass Mister Spock in Wirklichkeit Karl-Heinz heißt. Aber zu letztem Punkt erst Ende der Woche!

1. Dezember: RAH Band, „Clouds Across the Moon“
Richard Anthony Hewson, der kurzerhand sein ganzes Ensemble nach sich benannt hat, ist der Erfinder des Tip-Top-Ohrwurms „Clouds Across The Moon“.  1985 erschien der Song, in dem eine Frau versucht, ihren Mann auf einem entfernten Planeten zu erreichen. 1999 haben sich DJ Koze und Tiefschwarz des Songs nochmals angenommen und ihn mit einem Schwung Gescratche und Disco in die Neunziger gehoben. 2007 und 2012 versuchten britische DJs das Ganze nochmal, aber hey – die 1999er-Version ist die schönste. In diesem Sinne: Wir stellen durch zu Flight Commander P.R. Johnson auf dem Mars.

2. Dezember: Queen, „Flash“
Queen und ein schlechter Science-Fiction-Film? Es könnte nicht besser sein. So geschehen im Jahr 1980. Queen steuerten den ganzen Soundtrack zu „Flash Gordon“ bei. Der Plot in ganz kurz: Der böse Tyrann Merciless Ming möchte die Erde mit Umweltkatastrophen zerstören, während American Football-Player Flash Gordon auf Umwegen zu Mings Planeten Mongo reist. Mehr muss man nicht wissen. Außer vielleicht: „Flash, I love you…but we have only 14 hours to save the Earth!“ Wenn euch der Film am Sonntagmorgen mal unterkommt, bitte unbedingt anschauen.

3. Dezember: Muse, „Supermassive Black Hole“
Wir haben euch schon zum Mars geschickt und mit Flash Gordon die Welt gerettet, jetzt wird es aber Zeit für ein bisschen Unendlichkeit des Weltraums. Was Matthew McConaughey und Christopher Nolan erst vor vier Wochen in „Interstellar“ geschafft haben, war bei Muse schon 2006 Thema: Das „Supermassive Black Hole“. Muse veröffentlichen 2015 einen neuen Longplayer und wir hoffen, dass der endlich wieder an Songs wie diesen anknüpfen kann. Außerdem erinnern wir uns sehr gern an die Shows in Wembley, muss man schon auch mal in echt gesehen haben. Ab ins Schwarze Loch – aber nur im roten Anzug!

4. Dezember: Die Ärzte, „Der lustige Astronaut“
Ein Auftritt, den die Welt braucht: Die Ärzte aus West-Berlin 1984 in der Sendung „Showstart“ von und mit Jürgen von der Lippe. Ich habe eine sehr enge Beziehung zu diesem Song, denn er ist 1989 unter anderem auf der Platte „Die Ärzte früher!“ erschiene, das ich etwa fünf Jahre später als Kauf-Kassette (!!!) geschenkt bekam. Andere Hits darauf: „Grace Kelly“, „Kopfhaut“, „Vollmilch“ und „Zum Bäcker“. Grande, in meinen Augen immer noch das einzig essentielle Album von Die Ärzte. In dem Auftritt gibt es zwei Dinge, die klar werden: 1. Farin Urlaub ist nicht der Erfinder des Playbacks 2. Mister Spock heißt in Wirklichkeit Karl-Heinz Auf geht’s, Fixsterne und Planeten winken euch schon zu!

5. Dezember: Elton John, „Rocket Man“
1972. Ein großes Jahr für die Raumfahrt: Apollo 16 startet zur fünften bemannten Mondmission. Ein großes Jahr für uns alle: Elton John veröffentlicht „Rocket Man“. Im Lied geht es nicht um Apollo 16 und Mondmissionen, sondern um einen Sohn und seinen Astrionauten-Vater und dessen Abwesenheit, weil er menschliches Versuchskaninchen für ein Experiment im Weltall wird. Fast wir im richtigen Leben! Geklaut ist die Idee von einer Kurzgeschichte von Rad Bradbury mit dem gleichen Namen. Wer allerdings so wie wir Serien-Addict ist, hat zu dem Song und all seinen Coververisionen vielleicht auch noch ein anderes Verhältnis: Hank Moody (David Duchovny als cooler Schreiber-Dude) aus Californication, beendet Folgen und ganze Staffeln mit dem Song. So oder so – es ist ein ganz schön guter Song! Nur William Shatner aka Capatin Kirk hätte sich seine Version sparen können.

6. Dezember: Ash, „Girl from Mars“
Der Nikolaus zieht grad seine letzte Runde und hat ordentlich einen im Tee: Nur so kann ein Video wie das zu „Girl from Mars“ von Ash 1997 entstanden sein. Mit Neonfarben im Canouflage-Muster wünschen wir euch einen schönen Samstag!

7. Dezember: Deichkind, „Limit“
Unser Ausflug in den Weltraum geht gegen Ende: Ans Limit. Und mit P-O-W zum E zum  R und Deichkinds Track aus dem Jahr 2002 stellen wir den Raketenbetrieb ein. „Limit“ war der erste Song der Formation aus Hamburg-Bergedorf, der deutlich mehr Elektro- als Hip-Hop-Einflüsse aufwies. So richtig Remmi-Demmi gibt es seit dieser Woche mit der Combo, weil: neuer Song und die Tour kommt. Finden wir? Leider geil. In diesem Sinne: Bon Voyage durch den restlichen Advent!

PS: Ab morgen gibt’s ne Zeitreise vom anderen Stern!