Die Mini Mansions sind eigentlich ein Seitenprojekt. Aber vielleicht nicht mehr lange: Mit „Death is a Girl“ stürmen sie die Indie-Charts. Zu Recht. Das Beste: Sie kommen auf Tour. Noch besser: Im Vorprogramm von Royal Blood. Und: Wir verlosen ja immer noch 2×2 Gästelistenplätze für die München-Show!

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Zum ersten Mal aufmerksam geworden bin ich auf die Mini Mansions im Trailer von Warren Miller’s „No Turning Back„. Leider musste ich dann ja feststellen, dass es den Track nirgends gibt und von der Band auch nur eher wenig als viel. Das Trio der Mini Mansions aus Los Angeles war bisher eigentlich eher Freizeitbeschäftigung von Michael Shuman. Der ist nun auch kein ganz Unbekannter: Wie ein Fels in der Brandung ist der nämlich Bassist bei den Queens of the Stone Age. Wer die Truppe um Josh Homme mal aus der Nähe gesehen hat, bemerkte vielleicht den Herren am Bass, der so gut wie stoisch seinem Job nachging.

Was die Mini Mansions aber am meisten von den von mir innig geliebten Queens of the Stone Age unterscheidet ist der Sound: Stoner Rock? Fehlanzeige! Hier gibt es kleine Orgel-Spielereien! Fancy! Und auch der Gesang ist alles andere als rockig, hier wird richtig schön gesungen und das von allen drei Bandmitgliedern: allen voran Michael Shuman, Zack Dawes und Tyler Parkford. Und die klingen in den multi-harmonsichen Songs fast wie die Beatles zu „Abbey Road“-Zeiten oder Elliott Smith. Ich weiß, die Beatles und Elliott Smith sind große Namen, mit denen man nicht einfach so durch die Gegend werfen sollte. Hier ist der Vergleich jedoch absolut gerechtfertigt. Hörprobe? Voilà.

2011 sorgten die Mini Mansions, die nach der 2009er Tour der QOTSA entstanden sind, erstmals für Aufsehen: Sie coverten „Heart of Glass“ von Blondie. Keine Rockanleihen, kein Disco-Glitzer, sondern eine Slo-Mo-Version mit Orgel und Blockflöte kam dabei heraus. Gewöhnungsbedürftig, aber top! Ich meine, Blockflöte – vogelwild! Dieser Tage erschien endlich das Video zu ihrer neuen Single „Death is a Girl“, der Song chartete bei FM4 letzte Woche auf der 1. Und auch wenn es das neue Album noch nicht gibt: Diese Band ist super und weitaus mehr als nur ein Seitenprojekt! Angeblich bezeichnet man das Genre als „Dark Psych-Pop“,  ich bezeichne es einfach als „unglaublich gut“.

Und jetzt zum besten Teil: Royal Blood mieteten sich die Mini Mansions als Vorband für ihre Konzerte an. Noch besser? Wir verlosen immer noch 2×2 Gästelistenplätze für die Show von Royal Blood und damit auch den Mini Mansions in München. Was ihr dafür tun müsst? Steht hier. Und hiermit verspreche ich: Das wird ein wahnsinnig guter Abend! Beide Bands sind irre gut, die einen vielleicht eher zum Dancen, die anderen zum lässig im Takt wippen. Also – mitmachen!

PS: Der große Josh Homme wäre auch nicht er selbst, wenn er bei den Mini Mansions nicht irgendwie doch mit drinstecken würde: Er hat hier ein wenig gemixt und dort auf seinem eigenen Label Rekords Rekords veröffentlicht.

Foto: https://www.facebook.com/theminimansions