Bye Bye, 2014! Es war ein seltsames Jahr. Viele traurige, fragwürdige und besorgniserregende Ereignisse. Umso mehr freue ich mich, dass ich 2o15 in Thailääänd starten kann. Bevor wir in den Flieger steigen, gibt’s noch meine musikalischen Highlights der zurückliegenden zwölf Monate – und einen kleinen Ausblick auf das, was kommen wird.

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Lieblingsalben 2014
1. La Roux – Trouble In Paradise
2. alt-J – This Is All Yours
3. Jungle – Jungle
4. Pharrell Williams – GIRL
5. Caribou – Our Love
6. The Acid – Liminal
7. Banks – Goddess
8. Damon Albarn – Everyday Robots
9. Beck – Morning Phase
10. Chet Faker – Built On Glass
11. Sohn – Tremors
12. Metronomy – Love Letters
13. Royal Blood – Royal Blood
14. Tricky – Adrian Thaws
15. Aphex Twin – Syro
16. Neneh Cherry – Blank Project
17. Kelis – Food
18. Broken Bells – After The Disco
19. William Fitzsimmons – Lions
20. Basement Jaxx – Junto

Lieblingssongs 2014
La Roux – Tropical Chancer
alt-J – Hunger Of The Pine
Kwabs – Wrong Or Right
Jungle – Busy Earnin‘
Kelis – Jerk Ribs
Damon Albarn – Mr Tembo
The Black Keys – Fever
Caribou – Can’t Do Without You
Pharrell Williams – Marilyn Monroe
George Ezra – Budapest
Future Islands – Seasons (Waiting On You)

Lieblingsshows 2014
Melanie de Biasio, Hamburg, St. Pauli Kirche (Reeperbahn Festival)
Hercules & Love Affair, München, Strom
Casper, München, Zenith
Metronomy, München, Muffathalle
George Ezra, München, MMA
Kavinsky, St. Gallen/Schweiz, Open Air St. Gallen
Me, Valentin & You, München, Milla

Daumen hoch
Eine meiner absoluten Lieblingsplatten von 2014: das Debütalbum von Jungle. Die groovenden Funk-Nummern machten aus meinem Balkon regelmäßig eine Chillout-Lounge und bescherten mir einen Sommer in Gold. Auf Heavy Rotation lief auch das zweite La-Roux-Album. Insbesondere „Tropical Chancer“ können ein, zwei mir nahestehende Personen nicht mehr hören.

Apropos Sommer: Zum ersten Mal seit Jahren besuchte ich endlich mal wieder ein Festival. Den Matsch ließen wir links liegen und quartierten uns stattdessen in der Jugi ein – Festival Deluxe sozusagen. Die Auftritte von Junip und Kavinsky bleiben unvergesslich. Ursi, es war mir ein Fest!

Die Herbsttage genoss ich dann mit alt-J, deren sensationelles zweites Album zu einem Klassiker avancieren dürfte. Royal Blood brachten mich durch weniger angenehme Tage.

Eine meiner persönlichen Überraschungsentdeckungen dieses Jahres: The Acid. Auf einen Tipp hin (Danke!) schaute ich beim Reeperbahn Festival beim Konzert vorbei. Ob es an der Menschenmenge im kleinen Club lag, die die Sicht auf die Bühne versperrte, an den aus den Boxen krächzenden Beats – ich mochte den Sound nicht. Auf erneute Empfehlung hin hörte ich mir dann das Album an – und war sofort hin und weg. Warmer Gesang, dazu reduzierte, elektronische Arrangements. Das Trio, ein Seitenprojekt des australischen Singer/Songwriters Ry X, passt zwar nicht ganz in die Reihe der Soulster – der Sound ist zu elektronisch, die Beats pumpen zu laut – dennoch: die gefühlvolle, verletzlich-zerbrechliche Stimme lullt einen sofort ein.

Daumen runter
Abgesehen von den zahlreichen beunruhigenden Schlagzeilen und politischen Ereignisse der letzten Monate gab es aus popkultureller Sicht nur eine große Enttäuschung: Lily Allen hat mit ihrem dritten Album leider vollends daneben gegriffen. Die anfängliche Aufregung nach dem Überraschungsrelease ihrer neuen Single „Hard Out Here“ flaute zu recht rasch ab. Mehr als eine Handvoll lahmer Songs brachte sie leider nicht zustande. Und wer hat Schuld? Das Plattenlabel! Natürlich…

Vorfreude 2015
Auch in den nächsten Monaten wird es wieder einiges zu entdecken geben. Years & Years, Shamir und Ibeyi dürften 2015 von sich reden und uns glücklich machen.

Die neue Deichkind-Platte ist irre, Gesellschaftskritik meets Dada meets Hamburger Hip-Hop. Funky fresh wird sicherlich auch das neue Album von Mark Ronson, ruhige Momente werde ich mit José González genießen. Und: Florence + The Machine ist bereits für einige Festivals angekündigt, da wird also sicherlich im ersten Halbjahr ein neues, hoffentlich fabelhaftes Album folgen. Außerdem wäre es mal wieder Zeit für eine neue Gossip-Platte! Und bitte, kein feingeschliffener Pop, sondern mit Ecken und Katen wie zu Zeiten von „Standing in the Way of Control“.

Schon jetzt freue ich mich darauf, wenn ich, zurück aus dem thailändischen Winter, „Downton Abbey“ endlich weitergucken kann. Außerdem kann ich es kaum erwarten, bis in „Game Of Thrones“ und „The Walking Dead“ weitergemetzelt wird. Im Frühjahr steht dann die letzte „Mad Men“-Staffel an.

Während „Rockavaria“ mit Bands wie Metallica und Judas Priest eher nicht mein Fall sein wird (einzige Ausnahme: Muse), bin ich gespannt auf das Line-up des ersten Lollapalooza-Festivals in Berlin. Außerdem freue ich mich auf die nächste Ausgabe des m4music-Festivals in Zürich, bei dem u.a. Jungle, From Kid und Nneka dabei sein werden.

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