Björk ist wieder gelandet. Und sie hat uns etwas mitgebracht! Die isländische Exzentrikerin, die gerne in anderen Sphären schwebt, legt mit „Vulnicura“ ihr achtes Studioalbum vor. Wir haben mal reingehört.

Vulincura_Artwork

Björk macht uns einen Madonna: Nachdem Songs ihres neuen Albums „Vulnicura“ illegal im Netz kursierten, veröffentlichte Björk die neuen Songs kurzerhand bei iTunes. CD und Vinyl-Versionen sollen im Frühjahr folgen. Ursprünglich war der Release von „Vulnicura“ für März geplant.

Vor Kurzem hatte auch Madonna auf einen Leak reagiert: Nachdem Demo-Versionen der Songs ihres neuen Albums „Rebel Heart“ im World Wide Web aufgetaucht waren, veröffentlichte die „Queen Of Pop“ kurz vor Weihnachten sechs neue Titel digital.

Björk macht keine halben Sachen und legt nun gleich ihr komplettes neues Werk vor. „Vulnicura“ ist Björks achtes Studioalbum. Auf Facebook teilt die vielseitiges Künstlerin mit Fans ihre Gedanken über die Entstehung des neuen Oeuvres. Demnach ist „Vulnicura“ ein „Herzschmerz-Album“, von dem die Musikerin hofft, dass es anderen Menschen in ähnlichen Situationen eine Stütze sei.

Für die Beats schnappte sich Björk den venezolanischen Produzenten-Shootingstar Arca, der zuvor bereits mit Kanye West und R’n’B-Newcomerin FKA Twigs gearbeitet hat. Zusammen nahmen die beiden sechs der neun Songs auf. Es sei eine der angenehmsten Kollaborationen gewesen, die sie je erlebte, schwärmt Björk. Ebenfalls beteiligt waren der britische Musiker The Haxan Cloak sowie Spaces.

Science meets Nature

Björk ist seit Jahrzehnten Islands bekanntester und erfolgreichster Musik-Export. Nachdem sie mit der Band The Sugarcubes erste Erfolge feierte, lancierte sie 1993 ihre Karriere als Solo-Künstlerin mit dem Album „Debut“. Zuletzt veröffentlichte Björk 2011 das Album „Biophilia“ – ein Multimedia-Paket inklusive Songs, Apps und aufwendigen Live-Shows, für das sie nicht nur mit Musikern, sondern auch mit Wissenschaftlern tüftelte.

Ähnlich wie bei „Biophilia“ inszeniert sich Björk auch für den Nachfolger als humanoides Pflänzchen: als futuristische, Frau gewordene Pusteblume ziert sie das Cover von „Vulnicura“ und kombiniert Natur, Sience-Fiction und Fashion. Auch musikalisch hat Björk sich nicht neu erfunden. Das neue Material erinnert an „Homogenic“ von 1997. Tragend, mit üppigen, von Björk eigens komponierten Streich-Arrangements. Dazu kristallklare, wie Bergbäche aus den Boxen plätschernde Beats und Björks unverkennbar, glasklare Stimme – im quirligen „Atom Dance“ im Duett mit Antony Hegarty.

Übrigens: Für März sind erste Live-Shows in New York bestätigt. Mit etwas Glück präsentiert Björk ihre neuen Songs auch live vor deutschem Publikum.

Tracklisting Björk „Vulnicura“:

1. Stonemilker
2. Lionsong
3. History Of Touches
4. Black Lake
5. Family
6. Notget
7. Atom Dance
8. Mouth Mantra
9. Quicksand

Foto: Björk