Theaterschüler, Filmstudenten, Tänzer, Hipster und Rockfans – Florence And The Machine machen mit dem Clip zu ihrer neuen Single „What Kind Of Man“ alle glücklich. Das dritte Album der Band, „How Big How Blue How Beautiful“, erscheint im Mai.

FlorenceFlorence Welch, die alte Drama-Queen, meldet sich nach mehrjähriger Pause standesgemäß zurück. Der Clip zu ihrer neuen Single „What Kind Of Man“ ist ein cineastisches Mini-Oeuvre, in dem sich die Sängerin als Nachwuchsschauspielerin empfiehlt und ihrem Hang für Theatralik freien Lauf lässt. Ach ja, der Song ist übrigens grandios und erinnert an das rockige, raue Debütalbum von Florence And The Machine. Aber der Reihe nach.

Dass Florence And The Machine 2015 ein neues Album vorlegen würden, war spätestens klar, als erste Festival-Gigs angekündigt wurden. Der letzte Release der Band, „Ceremonials“, liegt vier Jahre zurück. In der Zwischenzeit sang Florence Welch für Dance-Böller-Boom-Produzent Calvin Harris und Rapper A$AP Rocky, zuletzt steuerte die Band 2013 den Song „Over The Love“ zum Soundtrack des Kinofilms „The Great Gatsby“ bei.

Nun melden sich Florence And The Machine mit einem neuen Album zurück. Zuerst veröffentlichte Florence Welch vor einer Woche auf ihrer Facebook-Seite unter dem Titel „How Big How Blue How Beautiful“ ein, sagen wir mystisches Video, in dem sie auf eine Doppelgängerin trifft. Wenige Tage später stand fest: Das dritte Studioalbum ihrer Band Florence And The Machine, „How Big How Blue How Beautiful“, erscheint hierzulande am 29. Mai, die erste Single heißt „What Kind Of Man“ – und ein Video gibt’s auch noch. Und was für eins.

Inszeniert wurde der Clip zu „What Kind Of Man“ von Ryan Heffington und Vincent Haycock. Letzterer hatte zuvor u.a. bereits Lana del Rey und Paul McCartney in Szene gesetzt. In dem fast sechsminütigen Opus von Florence And The Machine gibt es Paartherapie-Gespräche und Ausdruckstanz, es wird gemeinsam gelitten, wild rumgeknutscht und getauft – auch ein Schockmoment fehlt nicht. Es geht um einen Kerl, der sich nicht entscheiden kann und sein Leben nicht im Griff hat. Der Song dazu: Ein wütender, kraftvoller Indie-Rock-Stampfer mit eingängigem Refrain und pompösen Bläser-Sätzen. Musikalisch erinnert das Stück an das Material des Debüts von Florence And The Machine, „Lungs“ aus dem Jahr 2009.

Produziert wurde das neue Florence-And-The-Machine-Album von Markus Dravs, der an Björks „Homogenic“ beteiligt war und zuletzt mit Arcade Fire gearbeitet hat. Sie liebe seine Arbeit an „Homogenic“, schwärmt Florence Welch von Markus Dravs. Er verbinde elektronische und organische Instrumente auf eine ausgewogene Art und Weise. Außerdem habe er ein Händchen für „big sounds“, und darauf stehe sie. „Ich wollte etwas machen, das zugleich groß und doch auch zart ist. Etwas, das diese Wärme hat, etwas, das verwurzelt ist. Ich denke, deshalb sind wir verstärkt zu den Live-Instrumenten zurückgekehrt“, so Florence Welch.

Auf „How Big How Blue How Beautiful“ wird es einige Bläser-Sätze zu hören geben, arrangiert von Goldfrapp-Mitglied Will Gregory. Für den Song „Mother“ schnappten sich Florence And The Machine zudem Hit-Macher Paul Epworth (u.a. Adele, Bloc Party). Ihr langjähriger Songwriting-Partner Kid Harpoon, der u.a. auch für Haim, Lily Allen und Jessie Ware tätig war, war ebenfalls wieder mit von der Partie.

Festival-Termine 2015

Live werden Florence And The Machine die neuen Songs im Sommer bei zahlreichen Open Airs präsentieren. Unter anderem stehen die Britin und ihre Band im April in den USA beim legendären „Coachella Music Festival“ auf der Bühne. Hierzulande wurden Florence And The Machine bislang fürs „Hurricane“ und „Southside“ bestätigt.

„How Big How Blue How Beautiful“ erscheint als Standard-Version mit elf Songs sowie als Deluxe-Edition mit 16 Titeln.

Tracklist:

1. Ship to Wreck
2. What Kind Of Man
3. How Big How Blue How Beautiful
4. Queen of Peace
5. Various Storms and Saints
6. Delilah
7. Long & Lost
8. Caught
9. Third Eye
10. St Jude
11. Mother
12. Hiding
13. Make Up Your Mind
14. Which Witch
15. Third Eye (Demo)
16. How Big How Blue How Beautiful (Demo)

Foto: Universal/Album-Cover