Die Subways haben ein neues Album draußen und kommen in Kürze auf Tour. Das selbstbetitelte vierte Werk der Briten lässt sich ganz gut an und bringt die bewährte Dosis Good Vibes in frischem Gewand. Da kommen wir doch wieder genau richtig mit Gästelistenplätzen für die München Show ums Eck. Diesmal sogar gleich 3 x 2! Also nichts wie mitgemacht und mit ein bisschen Glück wird am 2.3. im Backstage Werk Gas gegeben.

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So liebe Leute, heute gibts erstmal ein bisschen The Subways Basiswissen, bevor wir hier zum Spaßteil kommen. Also aufgepasst!

Lektion 1: Der Bandname bezieht sich nicht, wie man vielleicht denken könnte, auf die gemeine U-Bahn – die heißt in UK nämlich Underground, sondern auf eine Unterführung in der Nähe ihrer gemeinsamen Schule, in der sie als rebellisches Jungvolk passioniert abzuhängen pflegten.
Lektion 2: Auch wenn man bei den Subways immer erstmal Billy Lunn & Charlotte Cooper im Kopf hat, die Band aus UK ist ein Trio. Während die beiden singenden Protagonisten mit Gitarre und Bass vorne auf der Bühne rumtoben, ist der Dritte im Bunde, Billys Bruder Josh, hinterm Schlagzeug festgenagelt. Leider wird er, wie gestern bekannt wurde, aus gesundheitlichen Gründen nicht auf dieser Tour dabei sein, für professionellen Ersatz ist aber wohl gesorgt.
Lektion 3: Die Drei aus der Nähe von London machen seit ihrer Schulzeit zusammen Musik. Fachmännisch gelernt haben sie ihre Instrumente nicht, sondern sich alles höchst ambitioniert selbst beigebracht. Mit 16 haben sie dann ihr Demo mit einer ganzen Rutsche an Päckchen auch an Glastonbury Veranstalter Michael Eavis persönlich geschickt. Der fand sie so gut, dass er ihnen direkt einen Slot im Programm für ungesignte Bands reserviert hat; auf dem berühmtesten und begehrtesten Festival der Insel.

Der Anfang einer großen Live-Karriere! Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte (und der  Grundkurs hiermit beendet).

cover_subways10 Jahre wird ihr Durchbruch-Album „Young For Eternity“ in diesem Jahr schon alt. Da waren sie dann immerhin schon 18. Die Über-Hits „Rock & Roll Queen“ und „Oh Yeah“ liefen damals in jeder Indie-Disco und knallen auch heute noch ordentlich. Ihre Live-Shows und die brutale Energie mit der die Band auf der Bühne zu Werke geht, wurden damals schnell legendär und Stars wie Paul Weller, Liam Gallagher and Dave Grohl outeten sich als Fans. Zwei weitere Alben gabs 2008 und 2011 und dazwischen einen ordentlichen Haufen EPs. Eine ganze Stange super Songs haben sie uns da über die Jahre beschert. Das hatte man ehrlicherweise fast schon wieder vergessen, bevor man sich neulich mal halbwegs durch ihre komplette Diskographie gehört hat.
Aber es lief nicht immer alles rund. Die Band hat schon einiges durch. Nach Billys Stimmband-OP 2007 konnte er monatelang nicht sprechen, geschweige denn singen und auch die Beziehung zu Charlotte ging in die Brüche. Doch der Frontmann erholte sich entgegen aller Prognosen besser als erwartet und das Ex-Paar schaffte es auch weiterhin zusammen gute Musik zu machen. Als Freunde. Frei nach dem Motto „Was einen nicht umbringt…“ verarbeitete die Band ihr Traumajahr im zweiten Album „All Or Nothing“.

Auf ihrem neuen, selbstbetitelten Album erfinden sie sich nicht neu, sondern bleiben ihrem Erfolgsrezept treu. Indie-Rock, ein bisschen Punk-Vibe, ihr bezeichnender Zwiegesang und jede Menge catchy Gitarrenriffs. Nachdem sie in der Vergangenheit schon mit Produzenten-Größen wie Butch Vig (u.a. für das letzte Foo Fighters Opus „Sonic Highways“ verantwortlich) zusammengearbeitet haben, wurde diesmal alles selbst in die Hand genommen und vornehmlich Billy ans Mischpult gesetzt. Eigentlich ist Album Nummer Vier wie eine Doppel EP aufgebaut. Wer sie auf Vinyl bestellt, bekommt sie auch im 10“ Format geliefert. Und was sie darauf machen, kann sich einmal mehr sehen lassen. Vor allem die erste Hälfte ist ziemlich stark und macht Laune auf einen Abend mit guten Freunden und dem ein oder andern kalten Bier.

Der fetzige Opener „My Heart Is Pumping To A Brand New Beat“ ist gleichzeitig die erste Single und durchaus dancefloortauglich. Mit dem folgenden „I’m in Love and it’s Burning in my Soul“ wirds ein bisschen rotziger und „Taking All The Blame“ ist dann wieder eine feine kleine Rock’n’Roll Nummer bevor mit „Dirty Mighty Paws“ der Anwärter auf den Instant-Ohrwurm des Albums daherkommt. Und der Song, bei dem man sich nach mehrmaligem Hören immer noch vergeblich fragt, an was einen dieser Refrain denn nun erinnert… So gehts einem durchaus das ein oder andere Mal bei dieser Platte. Ein bisschen langsame Blink 182 hier, ein Anflug von Against Me! anno „White Crosses“ da, dann wieder ein Hauch Ting Tings und „Black Letter“ könnte durchaus von RUN DMCs „It’s Tricky“ inspriert worden sein. Wilder Mix, langweilig wirds nicht.

Alles in allem ein rundes, kurzweiliges und abwechslungsreiches Album und wenn man weiß, was für ein Kaliber Show The Subways traditionell live hinlegen, dann sollte man sich den 2. März spätestens jetzt vormerken um sich von Action-Billy und Kung Fu-Charlotte umblasen zu lassen. Je nachdem, was euer Wochenhoroskop sagt, könnt ihr die Tickets ja entweder erwerben oder bei uns euer Glück für Gästelistenplätze versuchen.

Was ihr dafür tun müsst? Nicht viel: Ihr seid mindestens 18 Jahre alt, habt am 02. März Zeit und Bock auf einen geschmeidigen Musikabend im Backstage Werk und hinterlasst uns mit eurer echten E-Mail-Adresse (weil wir euch ggf. über die kontaktieren) hier unter dem Beitrag einen Kommentar. Eure Daten werden weder gespeichert noch an andere weitergegeben, weil’s das nicht braucht. Teilnahmeschluss ist am 22. Februar 2015 um 23:59 Uhr, die glücklichen Gewinner benachrichtigen wir am 23. Februar. Wie immer entscheidet die Losfee und wir kontaktieren die Auserwählten per E-Mail  (bitte auch das Spam-Fach checken). Viel Glück!

 

„The Subways“ von The Subways ist am 06.02.2015 bei Ferryhouse Productions (Warner) erschienen.

 

Fotos: Greig Cliffor (Bandfoto), PR (Albumcover)