In Kanada haben sich July Talk längst als Newcomer-Rockband etabliert. Zeit, dass auch Deutschland auf den Geschmack kommt. Am 12. April rotzt uns der Fünfer aus Toronto seinen erdigen, leidenschaftlichen, bluesdurchtränkten Alternative-Rock vor den Latz. July Talk - Pressebilder 2014 - CMS Source(1)In ihrer Heimat hat die Band aus Toronto den Durchbruch geschafft. July Talk standen bereits bei Kanadas größten Festivals auf der Bühne und waren u.a. mit Frank Turner unterwegs. Erst vor wenigen Wochen wurden July Talk für ihr selbstbetiteltes Debütalbum bei den Juno Awards – der Echo auf Kanadisch bzw. cool – in der Kategorie „Best Alternative Album“ ausgzeichnet.

In Kanada war „July Talk“ bereits 2012 erschienen und ein Jahr später wiederveröffentlicht worden. Hierzulande erschien die Platte im Herbst vergangenen Jahres. In den zwölf Rockbrettern mit starken Blues-Einflüssen liefern sich Leah Fay und Peter Dreimanis ein Gesangsduell. Wobei von einem Battle nicht die Rede sein kann, denn die beiden gegensätzlichen Stimmen ergänzen sich bestens: die zarten Töne von Leah Fay harmonieren mit dem heiseren, reifen Organ von Peter Dreimanis. Tom Waits meets Indie-Pop-Chanteuse, dazu vor Leidenschaft strotzende, erdige Gitarrenmucke.

Kennengelerent haben sich die beiden Musiker vor drei Jahren bei einem „Singalong“ in einer Bar in Toronto. Unterstützt werden sie von Gitarrist Ian Docherty, Bassist Josh Warburton und Drummer Danny Miles. Der raue Sound überzeugte u.a. auch die Produzenten von „The Walking Dead„, die für Staffel 4 ein düsteres Cover von Creedence Clearwater Revivals „Bad Moon Rising“ bei July Talk in Auftrag gaben.

Nach Gigs beim US-Showcase-Festival SXSW im texanischen Austin tourt das Quintett seit Ende März durch Deutschland. Am 12. April steht München auf dem Tourplan. Mit ihrem rauen, bluestrunkenen Garagen-Rock und ihrer wilden, mitreißenden Live-Performance dürften July Talk das Strom auseinandernehmen.

„Es gibt künstliches Blut, verschütteten Wein, rein männliche Wet T-Shirt-Wettbewerbe“, sagt Peter Dreimanis über die Live-Shows. „Wir üben nie vorher unser Zusammenspiel auf der Bühne, weil wir an Spontaneität interessiert sind: wir lassen die Show eine eigene Seele haben. Wir halten inmitten des Wirbelsturms einfach nur Händchen.“ Das Motto: Anything goes. Wir empfehlen: Hingehen! Karten für July Talk im Strom gibt’s hier.

Fotos: Meredith Truax