Es gibt Bands, die sind eigentlich eher Performance-Combos. Public Service Broadcasting aus London sind so ein Duo. Zu sehen sind sie und ihre Performance am 19. Mai im Strom. Eins steht fest: Da geht’s ab – aber vom anderen Stern!

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Was für eine Idee: Film- und Tonschnipsel aus alten Filmen oder Nachrichten dienen als Grundlage für die Songs von Public Service Broadcasting. Gemischt wird das Ganze dann mit allerhand Saiteninstrumenten, Drums, Drums, Drums und elektronischen Samplen. Herauskommt ziemlich lässige Mucke, die ihr so auch noch nicht gehört habt.

J. Willgoose, Esq. und Wrigglesworth bilden das Duo Public Service Broadcasting; dass die beiden Namen wieder Pseudonyme sind, ist euch sicherlich klar und tut aber auch nix zur Sache. Die beiden haben eben ihre zweite Platte „The Race For Space“ aufgenommen und was bei manchen vielleicht einfach nur ein cooler Titel wäre, ist hier Programm: Das Duo tat sich mit dem British Film Institute zusammen und lässt dank dessen Recherche und den damit aufgetauchten Tonschnipseln den Wettlauf im All zwischen den USA und Russland von 1959 bis 1972 neu auferstehen. Wilde Sache!

JFK wird da mit seiner Rede zum Race For Space in den ersten Track eingebaut und als Tanzanleitung haben sie in ihrem Video Dance-Moves zum Song „Gagarin“ veröffentlicht. Verschiedene Ereignisse der Raumfahrt standen Pate für die neun Instrumentalstücke auf „The Race For Space“: Track Nummer Vier, „Fire In the Cockpit“, werden die beiden Briten jedoch nie live performen. Der Song beschäftigt sich mit der Apollo 1-Katastrophe, bei der während einer Bodenübung alle Astronauten verbrannten.

Nach diversen Reminiszenzen an Voskhod  2 und Apollo 8 findet das Album ein würdiges Ende mit der Mondlandung von Apollo 17. Ob die jetzt wirklich so stattgefunden hat, ist uns ein bisschen wurscht. Fest steht: Die Show von Public Service Broadcasting im Strom wird ne Schau – mit Film- und Tonschnipseln, Performance-Art und allem, was dazu gehört. Das Beste daran: Alle Tracks von Public Service Broadcasting sind zu hundert Prozent tanzbar und das, obwohl sie reine Instrumentalstücke sind, die sich nur auf ihre Tonschnipsel verlassen. Sollte jemand noch nicht überzeugt sein, bitte den Astro-Dance aus dem Video lernen! In diesem Sinne: Einmal zum Mond und zurück, bitte!

Public Service Broadcasting treten am 19. Mai um 21.30 Uuhr im Strom, Lindwurmstr.88, München auf. Karten kosten 14 Euro und Hingehen wird dringend empfohlen.

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