Beck is back: Mit dem Feel-Good-Song „Dreams“ meldet sich der Tausendsassa pünktlich zum Sommer mit neuem Material zurück. Der funky Popsong ist ein Vorgeschmack auf das neue Beck-Album, das voraussichtlich im Herbst erscheinen wird.

Cover_DreamsAnfang vergangenen Jahres hatte Beck mit „Morning Phase“ sein zwölftes Studioalbum veröffentlicht – sein erstes seit sechs Jahren. Mit dem Longplayer räumte der 44-Jährige im Februar überraschend bei den Grammys 2015 ab. So entschied er die Königsdisziplin „Album Of The Year“ für sich und setzte sich gegen Hochkaräter wie Beyoncé, Ed Sheeran und Pharrell Williams durch. Außerdem wurde das Beck-Werk zum „Best Rock Album“ gekürt und staubte in der Kategorie „Best Engineered Album Non-Classical“ einen Grammy ab.

Eineinhalb Jahre nach dem Release von „Morning Phase“ legt Beck nun nach. Dieses Mal zeigt er neue musikalische Facetten: Während die Songs von „Morning Phase“ von rockigem Folk geprägt waren, ist die neue Single „Dreams“ eine fröhliche, funky Upbeat-Pop-Nummer mit Feel-Good-Vibe – passend zur warmen Jahreszeit.

Beck haben Genre-Grenzen noch nie interessiert. Bereits auf seinem 1999er Album „Midnite Vultures“ experimentierte er mit Funk und tanzbaren elektronischen Sounds. Dieses Mal hat sich der vielseitige Künstler aber tatsächlich ein kleines bisschen neu erfunden. Schon das quietschebunte Cover macht deutlich, in welche Richtung es geht. 80s-Synthies, Falsett-Gesang, ein Refrain, der sich sofort ins Ohr ballert – und ein Gitarrenriff, das an Disco-Papst Nile Rodgers erinnert.

„Dreams“ kommt – trotz psychedelischen Reminiszenzen an MGMT – erstaunlich poppig daher. Das dürfte nicht zuletzt am Einfluss von Greg Kurstin liegen. Denn für „Dreams“ arbeitete Beck mit dem Hit-Macher, der u.a. bereits Lily Allen, Pink und Sia zur Seite stand, und Beck seit über zehn Jahren jeweils auf Tour begleitet, zusammen. Außerdem war Andrew Wyatt von Miike Snow an „Dreams“ beteiligt. Trotz der in der Pop-Welt geschulten Kollaborationspartner klingt „Dreams“ immer noch nach Beck. Mal abwarten, wie das dazugehörige Album klingen wird.

Das 13. Studioalbum von Beck wird voraussichtlich im Herbst erscheinen. Das Material, an dem Beck nach eigener Aussage seit Jahren arbeitet, sei das Gegenteil der letzten Platte „Morning Phase“. Titel und Veröffentlichungsdatum sind noch nicht bekannt. Übrigens: Bevor Beck sein neues Werk vorlegt, ist er als Feature-Gast auf dem Track „Wide Open“ des neuen Chemical-Brothers-Albums „Born In The Echoes“ zu hören.

Beck: Rewind

Beck, bürgerlich Beck Hansen, wurde Mitte der Neunziger mit seiner Slacker-Hymne „Loser“ weltweit bekannt. Der Sänger, Multiinstrumentalist und Produzent experimentierte im Verlauf seiner drei Jahrzehnte umspannenden Karriere mit unterschiedlichen Genres, von Folk über Funk, von Country bis Alternative Rock. Von der Kritik wurden insbesondere die beiden Alben „Odelay“ (1996) und „Sea Change“ (2002) hochgelobt. Seinen bis dato größten kommerziellen Erfolg landete Beck hierzulande mit seinem letzten Album „Morning Phase“, das es auf Rang 13 der deutschen Charts schaffte. Weltweit die meisten Erfolge erzielte Beck bislang in den USA und Kanada.

Foto: Cover „Dreams“