Der Sommer ist fast vorbei (behauptet man), die Wiesn steht vor der Tür: Servus September! Für die ersten fallenden Blätter und die Abende, an denen man wieder einen Pulli braucht, haben wir für euch eine Playlist gebastelt. Bitteschön!

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Renzo
Der niederländische Sänger Benny Sings sorgt mit seinen frischen Pop-Beats dafür, dass sich der Herbst-Blues bei mir nicht breit macht, genau wie das US-Funk-Duo Tuxedo, bestehend aus Sänger Mayer Hawthorne und Hip-Hop-Produzent Jake One, und Moby mit seinen fluffigen Sounds. Das schräg-schrille Death Team ist ein Tipp eines Schweden mit hervorragenden Koch-Skills, der in seiner Heimat bereits ein ganzes Mini-Festival bekochte, während mir Léyya von seinem Landsmann Spotify empfohlen wurde. The Weeknd gibt seit „50 Shades Of Grey“ Vollgas und die Single „Can’t Feel My Face“ kommt verdächtig kommerziell daher, schnurrt aber dank funky Bassline lässig aus den Boxen und lässt Prince und Michael Jackson hochleben. Solange, die kleine Schwester von R’n’B-Wuchtbrumme Beyoncé, macht den eigenen Liebeskummer erträglicher. Dazu gibt’s u.a. noch bissl Hip-Hop von Kanye West und Public Enemy, Retro-Soul von Amy Winehouse und einen Klassiker von Unkle.

Kerstin
Die Sleepwalkers klingen wie der Soundtrack zum Remake des Tom Cruise Klassikers „Cocktail“, das neue Foals Album kann ziemlich was, genau wie die aktuelle The Dead Weather Single „I Feel Love (Every Million Miles)“ und eine Neuentdeckung aus Dänemark, The Awesome Welles, gesellt sich direkt noch dazu. Serienalarm und das aktuell laufende „Fantasy Filmfest“ fordern ihren Tribut in Form der illustren Runde von Laura Marling über Los Dug Dugs (Das leicht irre „Smog“ läuft ihm Abspann von Folge 2 der sehr coolen neuen Netflix Serie „Narcos“.), Radiohead’s „Karma Police“ (aus „Kill Your Friends“), dem chansonesquen „Bang Bang“ von Sheila (aus dem hervorragenden „La French“ Trailer) und der düsteren Barhockernummer aus „True Detective“ von Lera Lynn. Dazwischen tummeln sich u. a. ein wunderbares „New York, New York“-Cover von Cat Power und ein Happy Birthday an das 40jährige „Born To Run“ von Bruce Springsteen. Am Ende dann noch ein bisschen gepflegter Avantgarde-Jazz vom Tenor-Saxofonisten und neuen Liebling der Feuilletons Kamasi Washington (Merci, Alfons!). Wohl bekomms!

Ursi
Im September bin ich viel unterwegs – nach Kreta geht’s um die griechische Wirtschaft eigenhändig anzukurbeln, nach Hamburg zum Reeperbahn Festival, zwischendrin noch zum Turner Frank und auf die Wiesn auch irgendwann. Für die langen Zugfahrten, die Wartezeiten und die Fahrten durch die Stadt habe ich mir ein kleines, feines Sammelsurium an Künstlern ausgedacht, unter anderem Django Django, weil wir deren München-Show präsentieren, FIDLAR, weil sie am 4. September ihr lang ersehntes neues Album veröffentlichen, The Great Lake Swimmers, weil sie so schön nach Herbst klingen und in Hamburg spielen werden und schließlich Frank Turner, weil dieser Song, „Silent Key“, so unglaublich groß ist. Und dann noch ein wenig The Clash, Leon Bridges und EL VY, das neue Seitenprojekt von The Nationals Matt Berninger, und bissl was drumherum.

 

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