Jetzt geht’s aber los: Vollgepackt wie nix kommt der Oktober daher! So viele Tage sind doppelt belegt, da haben wir die Qual der Wahl. Für alle ist was dabei: intime Club-Shows, Indie, Folk, solider Punk und Hip-Hop. Hier kommt unsere Auswahl für Oktober – mit kleinen Warnhinweisen.

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01. Oktober – TIM VANTOL
Den Holländer samt Band haben wir uns auf dem Reeperbahn Festival angeschaut, für gut befunden und ihn euch deshalb schon speziell ans Herz gelegt. Tim Vantol macht Stimmung mit seinem ehrlichen Mix aus Folk, Americana und Rock und hat sich unter anderem als Opener von Chuck Ragan eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt. In der Milla wird er vorab von den Münchnern von Leo Jonas unterstützt. Das Brüderpaar Kämmerling heizt mit seinen Singer/Songwriter-Tracks an.

02. Oktober – RAGE AGAINST ABSCHIEBUNG
Das Rage Against Abschiebung ist das größte, regelmäßig stattfindende Benefiz-Bandfestival im süddeutschen Raum. Das Festival, das gemeinsam mit dem Bayerischen Flüchtlingsrat organsiert wird,  möchte auch dieses Jahr, wie immer, die Ausgrenzung von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten und den alltäglichen Rassismus ins Bewusstsein der Öffentlichkeit tragen.  Musikalische Unterstützung kommt dieses Mal unter anderem von Lova A, Candellila, Textor und Magnetic Ear & Kofelgschroa. Das ganze Line-up findet ihr hier. Die Bands spielen übrigens ohne Gage und die Helfer arbeiten unentgeltlich, der Bayerische Flüchtlingsrat wird mit den Einnahmen unterstützt. Das Festival startet um 19 Uhr im Feierwerk, Karten kosten 9,50€.

04. Oktober – ODDISEE + GOODCOMPNY
„Conscious Hip-Hop“ ist eine Musikrichtung, die sich mit ihren schlauen, gesellschaftskritischen Texten vom Gansta-Bling-Bling-Rap abhebt. A Tribe Called Quest machten es vor, Oddisee macht es heutzutage nach. Alte Soulstücke werden zu Samples verarbeitet, Jazz-Rythmen fallen hier und da in die Stücke und man munkelt, Oddisee aus Washington D.C. hätte sogar eine komplette Live-Band mit im Gepäck. Klingt spannend? Los geht’s um 20 Uhr im Ampere.

05. Oktober – MELVINS
„Legendär!“ ist das erste Wort, das einem bei den Melvins einfällt. Kein Geringerer als Nirvanas Kurt Cobain war ein Riesenfan der Band und wäre vielleicht Gitarrist bei den Hardcore-Punk-Grungerockern aus Montesano in Wahington State geworden – wäre da nicht sein verpatztes Vorspielen gewesen. Ordentlich Noise gibt’s jedenfalls mit den Melvins im Feierwerk, aber gerade daraus entwachsen bei ihnen Gitarrenriffs und doch auch Melodien. Manche Bands ändern sich in 30 Jahren einfach nicht. Gut so!

07. Oktober – NATHANIEL RATELIFF + THE NIGHTS SWEATS
Nathaniel Rateliff, der eigentlich wie einer der Neo-Folk-Sänger aussieht, lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken: Er mischt, was ihm gefällt. Manche Sachen sind leiser und passen ins Americana-Genre, andere sind unglaublich tanzbar und sind schon eher Rhythm & Blues oder gar Soul. So oder so – er ist ein Spitzensänger und wer mitten unter der Woche das Tanzbein schwingen möchte und Textzeilen wie „Son of b*itch, gimme me a drink“ mitsingen will, sollte sich im Ampere einfinden.

07. Oktober – ROMANO
Okay, Romano ist der hippe Hype. Es handelt sich um Rap aus Berlin, von einem, der aussieht als würde er eher um einen Marterpfahl tanzen: Romano hat zwei lange Zöpfe und eine 49ers-Baseballjacke und rappt zu elektronischen Beats von Death Metal und seinen Metal-Band-Aufnähern. Klingt spannend und man wundert sich, wieso vor genau anderthalb Jahren keiner was davon wissen wollte. Ach ja, der hippe Hype. Wird voll, wird eng, spielt im Kong. Kutten raus!

08. Oktober – JORIS
Joris ist einer der deutschen Newcomer des Jahres. An seinem Popsong „Herz über Kopf“ kam man in diesem Frühsommer kaum vorbei, wenn man mal Mainstream-Radio gehört hat. Sein Album mit der jetzt dazugehörigen Tour heißt „Hoffnungslos hoffnungsvoll“. Bitter und gleichzeitig süß singt Joris mit kratziger Stimme seine deutschen poetischen Texte so mitreißend, dass dieses Konzert im Technikum bereits ausverkauft ist. Aber keine Sorge, er kommt wieder: Am 27. Februar 2016.

09. Oktober – YOUNG FATHERS
Sie wurden dank ihres überraschenden Gewinns beim Mercury Music Prize quasi über Nacht bekannt. Mit den Songs ihres preisgekrönten Debüts „Dead“ sowie des Nachfolgers „White Men Are Black Men Too“ kommen die drei Rapper aus Edinburgh im Herbst nach München. In den Kammerspielen knallen uns Alloysious Massaquoi, Kayus Bankole und Graham Hastings ihre derben Hip-Hop-Beats und politischen Ansagen vor den Latz. Das Theater, das in Kürze unter Intendant Matthias Lilienthal neu eröffnet, passt als Location perfekt zum Polit-Rap der Young Fathers. Übrigens: Bei Live-Auftritten provoziert das Trio Möchtegern-Gangsta gern mit perfekt einstudierten Boyband-Choreografien.

10. Oktober – JON SPENCER BLUES EXPLOSION
Jon Spencer und seine Männer von der Blues Explosion, kurz JSBX, machen seit knapp 25 Jahren sexy Mucke. Da schnurren die Gitarren stets aufs Schönste. Die Alben „Orange“ und „Acme“ sind verdammte Klassiker und auch das neueste Werk „Freedom Tower“ läuft sehr geschmeidig rein. Zeitlose, hervorragend gemachte Rockmusik, an diesem Abend live zu bewundern im Ampere.

11. Oktober – WIR. Stimmen für geflüchtete Menschen Open-Air
Die Stadt möchte sich bei allen Helfern, die München und die zehntausenden ankommenden Flüchtlinge der letzten Wochen unterstützt haben, mit einem Konzert bedanken: Gemeinsam mit dem Bellevue di Monaco und den Sportfreunden Stiller stellt sie am Odeonsplatz  ein Open-Air auf die Beine. Als Künstler sind bisher (laut der Facebookseite des Events) bestätigt: die Sportfreunde Stiller, The Notwist, Donots, Fiva, Fettes Brot, Wanda, Bosse, Dreiviertelblut, Judith Holofernes, Michael Mittermaier, Wolfgang Niedecken , Roger & Schu vom Blumentopf und Joko Winterscheidt als Moderator, weitere Bands sind angefragt. Recht viel mehr Infos gibt’s noch nicht, aber wir treiben die für euch so schnell es geht auf! Das finden wir natürlich ein Spitzending, das dringend unterstützt werden muss! Hingehen, nicht mosern, wenn man nichts sieht, gemeinsam feiern und für die gute Sache stehen! Los geht’s um 17 Uhr.

12. Oktober – THE VACCINES
Na endlich! Im Mai dieses Jahres haben die Londonder The Vaccines ihr drittes Studioalbum „English Graffiti“ veröffentlich, jetzt kommen sie damit endlich auf Tour. In München spielen sie ihre Hits „Do You Want a Man?“ und „Handsome“ im Backstage. Schüchtern sind die Buben jedenfalls nicht: „English Graffiti“ bezeichnen die Indie-Rocker selbst als „genre-definierend“. Ein bisschen zuviel Oasis und Kasabian gehört oder die Wahrheit? – Findet’s raus, es lohnt sich!

12. Oktober – RYAN BINGHAM
Im Februar war Ryan Bingham mit seiner kratzigen Stimme zuletzt zu Gast in München. Die Show im Orangehouse auf dem Feierwerk-Gelände war ausverkauft. Grund genug für den Oscar-Gewinner, ins größere Strom zurückzukehren! Seine Reibeisenstimme lässt ihn so viel älter klingen als er wirklich ist, verleiht seinem Americana-Sound aber die nötige Authentizität. Wo er die her hat? Von seiner Jugend in Texas, die sich zwischen Rodeos und der Jukebox in der Bar seines Onkels abgespielt hat. Die fütterte er Dime um Dime für Songs von Bob Dylan und Marshall Tucker. Es hat sich gelohnt, er ist einer der Guten aus Texas.

13. Oktober – FIVA
Münchens weiblicher Rap-Export Nummer Eins, Nina Fiva Sonnenberg, schlägt für ein Heimspiel auf. Das Besondere an Fiva: Sie sagt ihre Meinung, aber sie benutzt keine Schimpfwörter. Sie macht positive Songs, übersieht aber die dunkle Seite der Macht nicht. Sie nutzt poppige Elemente wie Klaviermelodien, um ihre Songs zu echten Feel-Good-Tracks zu machen – „Das Beste ist noch nicht vorbei“ ist so einer, zum Beispiel. Neben ihrer Tätigkeit als FM4- und ZDF Kultur-Moderatorin ist Fiva seit 2014 mit ihrer „Alles leuchtet“-Platte auf Tour und nachdem sie letztes Jahr damit im Ampere spielte, füllt sie für ihre Zugabe in diesem Herbst die Muffathalle.

13. Oktober – IMAGINE DRAGONS
Der allherbstliche Konzertzirkus in Münchens größter Halle startet wieder. Hits wie „Radioactive“ und „Top Of The World“ machen es möglich: Die Indie-Rocker von Imagine Dragons gastieren mit ihren Radio-Sportschau-Hits in der Olympiahalle. Seit man das erste Mal was von ihnen gehört hat, also 2012 in den USA oder 2013 bei uns, hat sich viel für die Band aus Las Vagas getan: Das Airplay von „It’s Time“ bei kleinen unabhängigen Radiosendern ist vorbei, die Grammys sind gewonnen und mit dem zweiten Album „Smoke + Mirrors“ werden die großen Hallen der Republik bespielt.

14. Oktober – RVIVR
Letztes Jahr in gleicher Location schon erste Sahne, ist die Vorfreude auf Wiederholung groß. Die schwer famose Punk-Kombo um Krawallnudel Erica Freas gibt erneut ein Gastspiel im Kafe Kult und wenn man sich die wachsenden Teilnehmer der Facebook-Veranstaltung anschaut, sollte man sich bei den Tickets ranhalten. Die gibt’s exklusiv bei Black Wave Records im Münchner Westend. Für 9€. Ein Konzert kostet weniger als eine Wiesn-Maß, die Welt gerät langsam aus den Fugen…

14. Oktober – BOBBY LONG
Schon lang ist der Brite Bobby Long (kein Künstlername!) seinem Ruf entwachsen, mit Robert Pattinson einen Song zum ersten Teil der „Twilight“-Trilogie beigesteuert zu haben. Er selber schätzt Künstler wie Bob Dylan und Dan Auerbach von den Black Keys ebenso wie alte Blues-Sänger. Inzwischen lebt er in New York und hat dort auch sein neues Album „Ode To Thinking“ aufgenommen. In diesem beschäftigt er sich mit Zeit an und für sich und damit, dass alles Gute Zeit braucht. Ein wirklich netter Kerl, der früher nie wirklich den Blickkontakt mit dem Publikum gesucht hat. Wer also Lust hat, auf ein intimes Konzert mit dem Briten und seiner wirklich außerordentlichen Stimme, findet sich im Backstage Club ein.

15. Oktober – STEREOPHONICS
Neu erfunden haben sich die walisischen Rocker mit ihrem vor kurzem veröffentlichten neunten Studioalbum „Keep The Village Alive“ zwar nicht, dennoch macht die Band um Mastermind Kelly Jones mit ihrer kernigen Kombi aus massiven Alternative-Rock-Gitarren gepaart mit poppigen Hooklines nach wie vor Spaß. Die raue Reibeisenstimme von Jones verleiht den neuen, teilweise etwas glatt produzierten Stücken eine ordentliche Portion Rotz. Und beim Gig in der Münchner Theaterfabrik werden die Musiker bestimmt auch alte Songs aus ihrem umfangreichen Repertoire – insbesondere vom Album „Performance & Cocktail“ – zum Besten geben. Also, hingehen, Bier trinken, genießen.

16. Oktober – RADKEY
Radkey sind eine relativ neue Punkband aus Missouri. Solomon, Isaiah und Dee Radke sind drei Brüder, Radkey heißt ihre Band. Alle noch in ihren Teenagerjahren machen sie seit 2010 soliden Punkrock und damit kommen sie im Strom vorbei. Ihre Einflüsse sind die Misfits, die Ramones, The Who und die schwarze Garagenrockband Death (die bitte inzwischen jeder kennen sollte). Man darf sich also auf einen lauten, fetzigen Abend freuen!

16. Oktober – YOUNG CHINESE DOGS
Release-Party! Die Wahlmünchner von Young Chinese Dogs feiern die Veröffentlichung ihres Albums „Great Lake State“ im Hansa 39 auf dem Feierwerksgelände. Darauf und live zu hören gibt es dann Indie-Folk, der sich sowohl mit den Weiten in Amerika (Einfluss: Country) als auch mit der Schönheit des Alpenvorraums (Einfluss: Wahlheimat) auseinandersetzt. Zwei Jahre lang waren die Young Chinese Dogs unterwegs – auf Tour, mit Film- und Fernsehaufnahmen beschäftigt – jetzt kommen sie zurück in die Stadt, die sie alle ihr Zuhause nennen: mit Indie-Folk, der sich auch vor Einflüssen wie Hip-Hop und Rock’n’Roll nicht scheut.

17. Oktober – METRIC
Im September erschien das Album „Pagans in Vegas“ der kanadischen Metric. Von den schwierigen Zeiten, die die Sängerin und Songschreiberin Emily Haines zu ihrem Supersong „Help! I’m Alive“ inspiriert haben, ist nicht mehr viel zu merken: Es sind tanzbare Songs mit den für Metric so typischen Keyboard-Synth-Hooklines, bei denen ihre Vorbilder manchmal klar durchscheinen – Depeche Mode, Kraftwerk, New Order und The Cure. „Pagans in Vegas“ ist der erste Teil eines Platten-Doppelpacks: Die zweite Platte wird bei uns 2016 erscheinen. Mit viel Glück geben sie aber davon bei ihrem Konzert in der Theaterfabrik schon einen Vorgeschmack.

19. Oktober – GLEN HANSARD
Wer den Film „Once“ gesehen hat, dem dürfte seine Stimme bekannt vorkommen. Der irische Singer/Songwriter gab 2006 in dem modernen Indie-Musical einen gescheiterten Musiker. Zu „Falling Slowly“ dürften literweise Tränen geflossen sein. Die Folk-Songs, die er gemeinsam mit Pianistin und Sängerin Markéta Irglová unter dem Namen The Swell Season einspielte, berührten auch jenseits der großen Leinwand. 2012 legte der ehemalige Straßenmusiker und The Frames-Frontmann sein Solo-Debüt vor, dieses Jahr erschien der Nachfolger „Didn’t He Ramble“. Im Kesselhaus sorgt Glen Hansard sicherlich für den ein oder anderen Gänsehaut-Moment.

19. Oktober – PETER CORNELIUS
Neben Ambros und Fendrich eine der Ikonen des Austro-Pop. Da dürfen Wanda noch a bissl ranklotzen, bis sie dem Herrn Cornelius qualitativ und kultmäßig auch nur annähernd das Wasser reichen können. Beim Blick auf seine Diskografie wird einem kurz ein bissl schwindlig. Fleißig, fleißig! Da sind schon ein paar verschärfte Nummern dabei und „Du Entschuldige, I Kenn Di“ ist praktisch unsterblich. Geschwoft, geträllert und geschunkelt werden darf an diesem Abend aufs Andächtigste im Circus Krone.

23. Oktober – THE CAT EMPIRE
Der eklektische Musikmischmasch der Australier macht sich live besonders gut. Da ist Alarm auf der Bühne angesagt, wenn sich die sechs Bandmitglieder an einem ganzen Arsenal an Instrumenten austoben. E-Piano, Percussion und allerhand Gebläse veredeln Ohrwürmer wie „Two Shoes“ oder den „Car Song“.  Rockig-flockiges Funk-Jazz-Ska-Reggae-Rambazamba in der Tonhalle.

24. Oktober – DAVE MATTHEWS BAND
In den USA sind Dave Matthews und seine Combo keine Band für eine große Halle wie das Zenith, sondern eher für ein großes Stadium wie den Madison Square Garden. Wieso das bei uns nicht so klappt, weiß man nicht genau. Vielleicht ist es der Jamrock-Style der Band, der bei uns nicht so gut ankommt, oder der Falsett-Gesang des in Südafrika geborenen Sängers. Es sind von Gitarren dominierte Songs, in denen eigentlich immer noch Fagott oder Saxophon eine Rolle spielen. Dave Matthews erhielt 2008 eine der größten Ehrungen im Musik-Business in den USA: Willie Nelson coverte seinen Song „Gravedigger„, für den Matthews auch schon mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Wer sich mit ihm anfreunden möchte, soll sich einfach mal Dave Matthews und Tim Reynolds zu Gemüte führen: „Live at Luther College“ zeigt seine ganze Bandbreite.

26. Oktober – JOSEF SALVAT
Der Australier Josef Salvat wurde vor allem wegen eines Rihanna-Covers bekannt. Seine Version von „Diamonds“ war überall zu finden – im Radio, in der Werbung, in Playlisten. Aber er hat noch weitaus mehr im Programm: Bevor sein lang erwartetes Debüt erscheint, kann man sich „Open Season“ mehrfach hintereinander reinziehen. Ruhig ist und ruhig sind auch seine Konzerte – nichtsdestoweniger sehr, sehr schön. Von Diamanten und der Jagdsaison singt der australische Sepp im Strom.

26. Oktober – A$AP ROCKY & WIZ KHALIFA
Gangster-Hip-Hop hooray! Im Zenith macht A$AP Rocky aus New Jersey Halt. Zu Freunden und Kollaborationspartnern des Rappers zählen FKA Twigs, Rod Stewart (falls ihr es noch nicht gesehen habt, hier ab 3:30 min), Kendrick Lamar, Rihanna und Lana Del Rey. Nummer Eins-Alben und -Singles hat er genug im Gepäck. Noch was? Ja, richtig: Wiz Khalifa, den von dem „Black & Yellow“-Ohrwurm und den Gründer der Taylor Gang. Doppelpack für Kopfnicker-Alarm!

28.Oktober – ANTI-FLAG
Irgendwie kann man sich diese Band nicht so recht im Technikum vorstellen, aber sie werden sich das Örtchen schon zurecht stutzen. Anti-Flag machen live ordentlich Spaß und haben mit ihrer aktuellen Platte „American Spring“ eine schwer fetzige Punkrock-Hitparade am Start. Beim diesjährigen Rockavaria haben sie bereits am Theatron ordentlich ausgeteilt – eine spitzenmäßige Show war das! – und die wichtigen und richtigen Botschaften haben sie auch noch im Gepäck. Hier werden keine Phrasen gedroschen sondern noch voller Überzeugung die Fäuste gereckt.

30. Oktober – DONOTS
Ibbenbühren in da House! Die guten Jungs aus dem Münsterland kriegen das Musikmachen nicht über und haben dieses Jahr erstmals eine deutschsprachige Platte rausgebracht. Zuletzt haben sie beim alljährlichen Raab’schen Musikantenstadl aka Bundesvision Songcontest mit ihrem Lied „Ohne Mich“ und starker politischer Message überzeugt. Ein sehr verdienter 2. Platz (Manno, Mark Forster hat den Pokal versaut!). Diese Band ist quasi schon eine Institution, hat einen Haufen Hits und ist darüber hinaus menschlich schwerst in Ordnung. Live dürfte das auch immer noch ziemlich granatenmäßig werden, also auf und ein bisschen gepflegt flippen im Backstage Werk.

AUSSERDEM:

Europe treten am 26.Oktober im Circus Krone auf. Jedem, der nur wegen „The Final Countdown“ hingeht, sei gesagt: Vor Jahren im Backstage war beim Keyboard-Intro des Songs kein Keyboarder in Sichtweite auf der Bühne. Anis Fershishi, besser bekannt unter seinem Prügel-Rapper-Pseudonym Bushido, kommt am 17. Oktober angeblich in die Tonhalle und nunja, Heino spielt auch nicht mehr im Musikantenstadl, sondern im Backstage. Am 8.Oktober. Uns werdet ihr an besagten Tagen dort und in der näheren Umgebung sicher nicht finden.

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