Am 20.11. macht die fabelhafte Courtney Barnett im Technikum halt und dann heißts zu feinsten Gitarrenklängen ihren meisterlichen, musikalischen Kurzgeschichten lauschen und nonchalant die Locken schütteln. Wir präsentieren die Show, platzen schon fast vor Vorfreude und möchten die zum Endspurt nochmal liebend gern mit euch teilen – 2 x 2 Gästelistenplätze gibt’s deshalb hier zu gewinnen!

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Mit viel Wortwitz und einem untrüglichen Gespür für feine Melodien wird bei dieser Australierin das Alltägliche einzigartig, das Banale besonders. Angenehm unprätentiös und fast verboten lässig schießt sie ihre musikalischen Zuckerl aus der Hüfte. Dabei schafft sie es Humor und Leichtigkeit mit Substanz und Tiefgang zu paaren und nie schrammt ein Song an der Grenze zu Kitsch oder Klamauk entlang. Wie macht sie das?

Hier möchte ich eine bayerische Weisheit ins Spiel bringen, „Scheiß da nix, dann feid da nix!“. Sie haut einfach raus, was sie umtreibt, hat aber praktischerweise das Gespür fürs Interessante und die passende textliche Finesse parat. Das macht halt dann den Unterschied zu lapidarem Tagebucheintrag und selbstgefälliger Tresenweisheit.

Ihre beiden Alben (das erste, „The Double EP: A Sea Of Split Peas“, sind genau genommen zwei kompilierte EPs) sind kleine Meisterwerke, die mit jedem Mal hören mehr und mehr zur Hitsammlung werden. Auf „Sometimes I Sit and Think, and Sometimes I Just Sit“ fällt es mir auch nach monatelanger, regelmäßiger Rotation wirklich schwer, mich mit mir selber auf eine Top 5 zu einigen. Mit „Pedestrian At Best“, „Depreston“ und „Dead Fox“ hat sie drei Killer-Singles inklusive ausnahmslos knallermäßiger Videos rausgehauen. Den düsteren aber wunderschönen Bilderreigen zu „Kim’s Caravan“ nicht zu vergessen. Mein aktueller Liebling ist aber „Nobody Really Cares If You Don’t Go To The Party“. Ein Song so mühelos wie sanft aufputschend, der wunderbar mein ewiges Dilemma illustriert. „I wanna go out but I wanna stay home.“ Courtney Barnett weiß um die wahren Zwickmühlen unserer Zeit.

Auch live ist Miss Barnett aus Melbourne eine Bombe. Das konnte man schon im proppevollen Atomic Café (RIP) Ende letzten Jahres bestaunen. Das war wirklich sehr toll, sag ich euch und deswegen solltet ihr meinen folgenden Rat auch Ernst nehmen: Meistens interessiert es am Ende wirklich niemanden, ob ihr auf der Party wart (oder es erinnert sich halt keiner mehr), aber zu diesem Konzert solltet ihr euch unbedingt schwingen. Neben der absolute lässigen Musik lernt man hier nämlich durchaus mal fürs Leben. Und wenns nur die nächste, perfekte Anti-Glückwunschkarten-Weisheit ist.

Also, schnell noch Karten besorgen oder auf Fortuna setzen und es hier bei uns versuchen.

Was ihr dafür tun müsst? Ihr seid mindestens 18 Jahre alt, habt am 20.11. Zeit und Bock auf die wunderbare Courtney im Technikum und hinterlasst uns mit eurer echten E-Mail-Adresse (weil wir euch ggf. über die kontaktieren) hier unter dem Beitrag einen Kommentar. Kreativität ist kein Muss, erfreut uns aber stets! Entschieden wird wie immer per Los. Eure Daten werden weder gespeichert noch an andere weitergegeben (Wofür auch?). Teilnahmeschluss ist Donnerstag, der 12. November 2015 um 23:59 Uhr, die glücklichen Gewinner benachrichtigen wir schnellstmöglich per E-Mail. Bitte auch unbedingt das Spam-Fach checken und schnell zurückmelden! Wir wünschen Viel Glück!

Neben München ist Courtney Barnett übrigens noch an 2 weiteren Abend in Deutschland zu sehen:
21.11.2015 Berlin – Postbahnhof
23.11.2015 Köln – Stollwerk

Foto: PR