Heieiei, wir befinden uns ja schon in der ersten Adventswoche!  Kein Jahr ohne Anti-Adventskalender hier im Blog. Wie bereits in den letzten zwei Jahren haben wir uns bis Heiligabend jeden Tag ein musikalisches Schmankerl für euch überlegt. Jede Woche ein Thema, jeden Tag ein Video zum Thema. Alles außer Weihnachten!

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Uns ist das ernst: „Last Christmas“ von Wham! und „All I Want For Christmas“ von Mariah Carey haben auch in diesem Jahr ebenso Blogverbot wie das komplette Weihnachtsalbum von Helene Fischer. In den letzten Jahren gab es so feine Wochenmotti wie „Pyramiden, Pop und Punk„, „Priesterkinder“ und „Prügeleien, Zerstörung und allerlei Krawall„. Unvergessen wunderschön außerdem: „Steeldrum und Dudelsack„. Wir haben die letzten zehn Monate schon in unseren Gehirnen gegraben um euch auch dieses Jahr eine Videoauswahl zusammenzustellen, die nicht nach Glühwein und zerbröseltem Spekulatius stinkt. Läuft dann folgendermaßen ab: Wir aktualisieren den Beitrag hier täglich und jeden Montag gibt’s ein neues Wochenthema. Da ist die Freude groß wie beim Warten auf’s Christkind, oder?

Wir starten in der ersten Adventswoche einen Tag zu spät, aber dafür mit ungebrochenem Enthusiamsus!

Los geht’s, Anti-Adventskalender, die Erste! Das Motto der ersten Woche lautet: Speis‘ und Trank. 

Und das kommt nicht von ungefähr: Überfressen hat sich an Weihnachten vielleicht der ein oder andere schon einmal. Entweder an Plätzchen oder dem Braten am ersten Weihnachtsfeiertag. Oder vielleicht auch übertrunken am Glühwein, der Feuerzangenbowle und Eierlikör.

Vampire Weekend –  „Diane Young“
Unser erster Ausflug in die Welt des Anti-Adventskalenders nimmt uns mit zu einem Festgelage, wie es sich Vampire Weekend vorstellen: In „Diane Young“ werden  diverse Köstlichkeiten der Lebensmittel- und Genusswarenindustrie, untermalt von einem Saxophon-Auftritt, gereicht. An einer Tafel, die vielleicht auch das langweiligste Familienfest aufheitern würde – Verwandtschaftsstreit an Weihnachten inklusive.

Blur – „Coffee & TV“
16 Jahre alt und immer noch spektakulär: “Coffee & TV” von Blur. Was waren das noch für Zeiten, als wir der kleinen Milchtüte bei ihren Abenteuern in der großen Stadt zuschauten. Und wieso das alles? Weil sie Graham Coxon, Gitarrist und in diesem Track auch Sänger von Blur, sucht. Warum das wieder? Weil der zu lange nicht mehr bei seinen Eltern angerufen hat. Also, Leute, nehmt euch die Milchtüte zum Vorbild: Ruft mal daheim an und fahrt Weihnachten heim. Die Milchtüte freut’s! Eure Eltern ziemlich sicher auch.

Foo Fighters – „Big Me“
So, wir habe mit Vampire Weekend getafelt und mit Blur Kaffee getrunken und ferngesehen – Zeit für frischen Atem. Und der kommt von keinen anderen als den Foo Fighters um Dave Grohl. In ihrem Video zu „Big Me“ nehmen sie eine Fernsehwerbung auf’s Korn, die heutzutage nur noch die Menschen in den Dreißigern kennen werden: „Mentos, the Freshmaker“ hieß es jahrelang im Fernsehen, wenn der coole Dude dem Yuppie vormacht, wie man mit Mentos, dem Kaubonbon, lässiger durch’s Leben kommt. Oh mei, Yuppies – gibt’s denn die überhaupt noch oder wie heißen die jetzt? Besser schnell ein Mentos einwerfen und fresh bleiben!

Toto Coelo – „I Eat Cannibals“
1982, was für ein Jahr! Grace Kelly stürzt im Auto von einer Klippe, England und Argentinien bekriegen sich auf den Falkland-Inseln, „E.T.“ und „Thriller“ erscheinen und Deutschland und Österreich spielen gemeinsam in Gijón so etwas wie Fußball. Außerdem war es das einzige Jahr, in dem die britische Combo Toto Coelo  (in den USA Total Coelo wegen der Ähnlichkeit zu Toto, denen von „Africa“) auf der Bildfläche erschien. Da wurde im ersten Video alles gegeben: Top-Frisuren, Killer-Outfits, Hammer-Dance-Moves und ein Text, der seinesgleichen sucht:

What can you do/ You’re in a stew/ Hot hot cook it up/ I’m never gonna stop/ Fancy a bite/ My appetite/ Yum yum gee it’s fun/ Banging on a different drum!

Manchmal fehlt mir heute die Sinnlosigkeit in Songtexten meines Geburtsjahrzehnts. Übrigens verschwanden Toto Coelo mit ihrem zweiten Song „Dracula’s Tango“ ziemlich von der Bildfläche. Schön und traurig gleichzeitig.

FIDLAR – „Cheap Beer“
Weekend, Freunde! Und was passt da besser als ein Song unserer geschätzten Band aus Kalifornien mit dem Akronym im Bandnamen: Fuck It Dog, Life’s A Risk! aka FIDLAR und ihres Zeichens auch Experten im Segement der Rauschmittel. „Cheap Beer“ ist eine Hymne auf sowas PBR in den USA (Pabst Blue Ribbon) oder bei uns in Deutschland vielleicht „Oettinger“. Passt wie die Faust auf’s Auge in die Speis‘ & Trank-Woche im Adventskalender! Prost!

Kelis – „Milkshake“
Done, die erste Woche in unserem etwas anderen Kalender vor Weihnachten ist überstanden! Abschluss gibt’s mit einem Drink, der auch gut als Dessert durchgehen kann: einem Milkshake. Serviert von keiner Geringeren als der sexiesten Diner-Bedienung aus dem Jahr 2003 – Kelis. In diesem Sinne, überfresst euch nicht an Weihnachten und vergesst den Eierlikör nicht!

Foto: the music minutes