Steht eure Weihnachtsfeier an? Und ihr habt zurecht wieder Angst vor Wham! oder in diesem Jahr ganz besonders Helene Fischers Weihnachtsalbum? Wir haben die Rettung, Weihnachtslieder von der guten Seite – mit Weezer, Phoenix, NOFX und vielen mehr!

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Was gibt es Schlimmeres als wenn Helene Fischer mit einem Kinderchor von der Weihnachtsbäckerei singt? Schwierig vorszustellen, aber wenn Andreas Gabalier noch wo rausspringen würde, wäre es fast schon wie in einer Geisterbahn. Aber nein, nein, Weihnachten ist mehr als Mariah Carey, Glüweinseeligkeit und „Last Christmas“. Wieder einmal haben wir die Archive durchstöbert und hier für euch eine Playlist zusammengewürfelt, die diese hier perfekt ergänzt und mit der man durchaus zwei Stunden lang mit den Arbeitskollegen am Punschtopf abhängen kann.

Phoenix und Bill Murray sind eine Powerkombi, die uns dank „Lost in Translation“ seit Jahren begleitet. In Murrays Weihnachts-Special „A Very Murray Christmas“ auf dem Streamingdienst Netflix geben sich die Franzosen und Mister Scrooge himself die Ehre: „Alone On Christmas“ heißt der Track. Und bitteschön, da hätten wir ja schon auch das erste Small Talk-Thema des Abends: „Hast du dieses Weihnachtsding auf Netflix mit Bill Murray, George Clooney, Miley Cyrus und Amy Poehler schon gesehen?“ Es sind noch viel mehr Schauspieler und Chris Rock (!!) dabei, mit dem Gespräch hält man locker den ganzen folgenden Killers-Song durch bis zu Frightened Rabbits „It’s Christmas, So We’ll Stop“.

Es wird ein bisschen folky, man kann über die Feiertage und die Geschenke für die Kinder sprechen, zwischendrin ein paar Häppchen verspeisen und Laura Marling, den Felice Brothers, Matt Pond und My Morning Jacket lauschen. Wenn Joni Mitchell vom „River“ singt, werden ganz sicher die Frauen mittleren Alters mitwippen und wenn Pearl Jams Eddie Vedder „Let Me Sleep (It’s Christmas Time)“ anstimmt, werden die Volontäre und Praktikanten hoffentlich auch wieder wach. Besser isses, denn jetzt wird’s funky.

„Christmas“ vom Slow Club ist das weihnachtlichste Cover, das wir hier anbieten können. Wieso? Weil es auch schon beim weihnachtlichsten aller britischen Weihnachtsfilme, „Love Actually“, eine nicht unbedeutende Rolle spielte (Danke, Mister Bean). Zu Low, den Webb Brothers und den Flaming Lips holen sich alle bitte einen Glühwein oder ein Bier, denn bei Bob Dylan steht hoffentlich keiner mehr still: „It Must Be Santa“ hört sich an wie ein Matrosenlied, Dylans rauchige Stimme passt einerseits so gar nicht, andererseits könnte keine besser passen – klingt absurd und ist es vielleicht auch. Holt den Schnaps raus, die Pogues singen das „Fairytale of New York“ und Shane MacGowan, der Sänger der irischen Folk-Punks, wäre verdammt noch mal richtig angepisst, wenn man zu einem Pogues-Song nicht trinkt!

The Who und Blink-182 sind ’ne wilde Abfolge, schon klar, das geht auch nur, wenn man ein paar Punsch (oder Punschs oder Pünsche?) drinstehen hat.  Ha! Oder Ho ho ho oder Hark!, jetzt kommen die Überraschungsinterpreten in dieser Playlist: NOFX und Rise Against! Mosh-Pit mit IT und Buchhaltung? – Das ist eure Chance! Bei Weezer kann man dann dem Chef erklären, was das grade alles war. Wenn jemand dann über die Suche nach Geschenken jammert, dann sollte man ihm raten, bei Fountains Of Wayne genauer zuhören, die sich einen „Alien For Christmas“ wünschen. Eazy-E wünscht auch noch „Merry Mothf*ckin‘ Christmas“ und Tim Wheeler und Emmy The Great erzählen von „Zombie Christmas“. Genug Weihnachtsfeier? Dachten wir uns: „Have Yourself a Merry Little Christmas“ von Cat Power ist der perfekte Rausschmeißer.

Wir wünschen euch schöne Weihnachtsfeiern, lasst euch nicht zu sehr einlullen und trinkt vielleicht doch den einen Glühwein weniger! Wir hoffen vor allem, dass wir euch hier mit diesen beiden Playlisten Alternativen zu Rolf Zuckowski und Campinos Band Aid vom letzten Jahr liefern konnten.

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