Das große Kribbeln beginnt! Im Mai beehren uns wieder einige tolle Bands und Künstler. Wir präsentieren unsere erste Show des Jahres, haben Lust auf alte Haudegen wie Rod Stewart und sind gespannt, ob David Duchovny (jahaaa, der Fox Mulder und Hank Moody) auch musizieren kann.

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01. Mai – VIECH
Austropop, hurra! Die Burschen von Viech kommen in die Milla. Ganz hervorragend sind ihre Songs „Oh Elise“ und natürlich die „Zentrale“. Man weiß nicht ganz genau, was uns die vier Musiker aus Graz und Wien auf „Yeah“  alles erzählen wollen, denn die Metapher ist hier vermutlich Trumpf. Oder habt ihr etwa schon mal einen Yeti, so ein richtiges Viech eben, mit Bläsern, Bass und allem drumherum für die Elise singen hören? – Genau. Super wird’s war’s!

02. Mai – THE BENNIES
Eine ansprechend-irre Musikmischung wird im Unter Deck dargeboten. Psychedelic Reggae Ska Doom Metal Punk Rock From Hell, so titelt das australische Quartett selbst. Da wackeln die Dielen.

03. Mai – SHAKEY GRAVES
Uiuiui, da ist die Vorfreude sehr groß: Der Shakey Graves kommt! Wir hatten es schon ein paarmal von dem jungen Herren aus Texas, der hinreißend schönen Americana-Folk macht. Hier zeigt er im Ampere, was er live so drauf hat und ob es wirklich gerechtfertigt ist, dass es in seiner Heimatstadt Austin einen „Shakey Graves Day“ gibt. Wir freuen uns seit Wochen ein Loch in den Bauch, weil er endlich nach Deutschland kommt!

04. Mai – ME FIRST & THE GIMME GIMMES
Die beste aller Cover-Bands bringt einmal mehr ihr unnahmliches Repertoire an verpunkten Cover-Versionen der letzten Jahrzehnte zur Aufführung. Im Backstage Werk gehts von Paula Abdul und Elton John zu Celine Dion und Sinead O’Connor. Wahrscheinlich ohne unseren Herzbuben Chris Shiflett, aber dafür mit sicherlich wieder schwer verschärften Outfits und ordentlich Party-Pogo.

04. Mai – TELEGRAM
Telegram machen ganz geradeaus Indie, Indie aus Großbritannien. Sie schauen so aus und schaffen es noch dazu auf bemerkenswerte Weise Proto-Punk, Kraut und Psych in ihren Indie zu implementieren. Man sollte allein deswegen schon hingehen, weil der Sänger aus Wales ist. Ab in die Milla mit euch!

07. Mai – OKTA LOGUE
Vertäumte Melodien wie von Tame Impala müssen nicht immer aus Down Under kommen: Darmstadt’s Finest, Okta Logue, stehen den Aussies in keinster Weise nach. Beim Zündfunk war „Diamonds And Despair“ die Platte der Woche und man darf gespannt sein, was das Psychedelic-Elektro-Quintett auf der Bühne der Milla auf die Beine stellt. Wir vermuten: viel. So viel, dass sie das nächste Mal sicher auch in einer größeren Location aufspielen. Mit Neil Young und Portugal. The Man waren sie in den USA schon auf Tour und allein deswegen raten wir euch da dringend vorbeizuschauen. Ihr glaubt das  alles nicht so ganz? Doch, stimmt, seht und hört selbst!

08. Mai – JACK GARRATT (ausverkauft)
Warme Soul-Melodien mit hypnotischen, zart-zerstückelten Elektro-Beats, nachzuhören etwa in „Worry„. Mit seiner geschmeidigen Melange startete Jack Garratt in den vergangenen Monaten durch. Er wurde von der BBC zum vielversprechendsten Newcomer gekürt und gewann den Nachwuchspreis der Brit Awards. Ob er dem Hype gerecht wird? Davon können sich diejenigen mit einem Ticket im Freiheiz überzeugen. Die Show ist ausverkauft.

08. Mai – ME + MARIE
Ein bisschen White Stripes, ein bisschen The Kills: Doch das Rock-Duo kommt nicht etwa aus L.A., Seattle oder London, sondern aus den Bergen. Roland Scandella stammt aus Renzos Heimat-Kanton Graubünden, Maria de Val aus dem benachbarten Südtirol. In der Milla gibt’s ihre rauen, melancholischen Songs des Debütalbums „One Eyed Love“ auf die Ohren. Fetzig!

10. Mai – WOLFMOTHER
Wolfmother aus Australien sind mehr als ihr Riesenhit „The Joker And The Thief“. Sie haben inzwischen fünf Alben in den letzten zehn Jahren auf den Markt geworfen und darauf findet sich solider Rock mit noch viel solideren Gitarrenriffs. Muss man erstmal zustande bringen! Fetzige Rocksongs sind ja in Zeiten der Indie-Alternative-Schwemme gar nicht mehr so leicht zu finden! Unter anderem auch Mähneschütteln für alle Joker und Thieves im Kesselhaus an diesem Abend.

10. Mai – MAC MILLER
Hip-Hop aus Pittsburgh gibt’s in der Tonhalle. Mac Miller hat sich für sein letztes Abum „GO:OD AM“ einen in den USA zumindest großen Namen als Unterstützung geholt: Miguel. Live hat er den Superstar natürlich nicht dabei, aber er wird einen aufrappen vom „Weekend“ und vom „Clubhouse“ und von der „Rush Hour“. Womit man sich halt auch als Hip-Hopper so rumschlagen muss.

11. Mai – DMA’S
Ein Wort, in dreifacher Wiederholung: Hingehen, hingehen, hingehen! Manch einer wird sich an die guten, alten Zeiten des Britpops erinnert fühlen, als die Gallaghers sich noch auf der Bühne gegenseitig auf die Mütze gaben und manch einer wird zu jung sein, um sich an die Oasis-Pöbeleien am laufenden Band zu erinnern. Nichtsdestotrotz klingen die DMA’S aus Australien wie fresh von der britischen Insel und zeigen einmal mehr im Strom, wie feiner Brit-Indie-Pop  klingen sollte. Also nochmal: Hingehen! !!!

12. Mai – The Music Minutes präsentieren: THE DIRTY NIL
Wir lieben diese Band und deswegen präsentieren wir euch das Trio aus Kanada auch live im Orangehouse. Bass, Gitarre, Schlagzeug – recht viel mehr brauchen The Dirty Nil nicht. Sänger Luke plärrt sich in Abwechslung mit Bassist Dave ab und zu die Seele aus dem Leib, jedoch nicht ohne komplett ironisch von „No Weaknesses“ zu singen. Junger Punkrock, ab und zu roughe Weezer-Anwandlungen – Damen und Herren, was könnte man daran nicht mögen?!

12. Mai – MAX VON MILLAND
Zum Glück gibt’s Max von Milland! Ohne ihn müsste man fürchten, dass Südtirol ein musikalischer weißer Fleck auf der Landkarte ist, der aus lauter Verzweiflung Bands wie Frei.Wild und die Kastelruther Spatzen gebiert. Der Max war schon im Vorprogramm von den Sportfreunden Stiller und der Fiva und er singt mit so wunderbar feinem südtirolerischen Zungenschlag und so unkitischig, dass man förmlich dahin schmelzen kann. Natürlich sind alle Mädchen spätestens seit „Leg Di Her“ ein bisschen verliebt in den Barden aus Brixen. Alles in echt anzuschauen im Strom.

12. Mai – MOTORPSYCHO
Teile der meisterlichen Mucker waren kürzlich mit dem Side-Projekt Spidergawd im Strom, jetzt kommen die Norweger ins Backstage. Ein Abend für Kenner und Nerds, aber auch Freunde hervorragender Gitarrenmusik. Allein der atmosphärische Über-Kracher „Vortex Surfer“ rechtfertigt eigentlich jedesmal den Besuch.

12. Mai – CLOSER TALKER + YES WE MYSTIC
Einmal mehr heißt es in der Milla: Canada in the House! Close Talker aus dem funky Saskatoon (klingt wie eine Animé-Serie, ist aber in echt eine Provinz) machen Indie und das live auch sehr gut, davon haben wir uns schon überzeugt. Yes We Mystic aus Winnipeg schließen sich ebenfalls der Indie-Richtung an und haben eben ihr Debüt veröffentlicht. Spannend, ob Kopfstimme, Synthie, Mandoline, Cello und Keyboard live auch so gut funktionieren! Wir glauben schon.

12. + 13. + 14. +15. Mai – HELGE SCHNEIDER
Viermal hintereinander exzellenter Wahnsinn im Circus Krone. Der Herr Schneider hat in seinem heimischen Musikstübchen sicher wieder allerhand Kuriositäten zusammengeschustert. Dazu wohl irrwitzige Geschichte, Anekdoten, lektorische Darbietungen, man weiß es nie genau. Helge ist auf jeden Fall weiterhin gut dabei!

17. Mai – MUMFORD & SONS (ausverkauft)
Ziemlich genau ein Jahr nach dem Release ihres Albums „Wilder Mind“ stellen die britischen Folk-Popper ihre neuen Songs live vor. Wir konnten uns mit dem aktuellen Werk zwar nicht so richtig anfreunden, aber die Band wird mit Sicherheit auch einige Klassiker wie „I Will Wait“ zum Besten geben. Und live ist der Vierer ohnehin eine Wucht. Das hat sich bereits rumgesprochen – die Olympiahalle ist ausverkauft.

18. Mai – DAVID DUCHOVNY 
Er ist Fox Mulder, er ist Hank Moody und er macht Musik. Im Freiheiz wird man an diesem Abend sehen, ob er genausogut an Gitarre und Mikro performt wie er auf der Mattscheibe Aliens nachjagt und sich munter durch L.A. vögelt. Am 12. Mai erscheint sein Debut-Album. Darauf gibts Folk-Rock. Verrückt.

19. Mai – THE WOOD BROTHERS
Die Wood Borthers aus Colorado machen genau die Musik, die ihr Bandname vermuten lässt: Folk, Americana und Roots. Lustigerweise ist ihr Bandname kein Hipster-Lumberjack-Ding, sondern der echte Nachname von Nick und Oliver Wood, die auch nicht erst auf die Neo-Folk-Welle aufgesprungen sind, sondern seit locker über 25 Jahren Musik machen. In unserer April-Playlist waren sie vertreten, jetzt gibt es sie live im Ampere.

20. Mai – ROD STEWART
Er hat immer noch eine der besten Frisen im Musikbusiness und eine der unverkennbarsten Stimmen dazu. Wer den Briten auf „Sailing“ und „Rhythm Of My Heart“ reduziert verkennt die vielen goldenen Oldies, die der Typ über die langjährige Karriere schon rausgehauen hat. In der Olympiahalle wird die Oma mit der Enkelin zu „Maggie Mae“ abgehen und wenn er am Flügel Gas gibt, fliegen hoffentlich Rosen und Schlüpfer gleichzeitig.

20. Mai – SEAFRET
Sehr schönen Indie wird das Duo aus UK im Strom abliefern. Für ihren wunderbaren Ohrwurm „Oceans“ konnten sie schon Maisie „Arya Stark“ Williams für’s Video verpflichten, an diesem Abend gibt es allerhand schicke Songs vom aktuellen Debut-Album.

21. Mai – ILLEGALE FARBEN
Liest man die Band-Bio von Illegale Farben, weiß man am Ende wenig über das Quintett aus Köln. „Stilrichtung unbekannt“, steht da. In Wirklichkeit nennen sie Post-Punk, Indie und NDW als Einflüsse, singen auf deutsch, verpacken das alles mit treibendem Rhythmus und rauskommt dann erfrischend Tanzbares mit deutschen Texten. Dancing Shoes bitte einpacken, denn Illegale Farben sind Opener für die MOMENTUM-Party im Strom.

22. Mai – KLAUS JOHANN GROBE
Sie gehören zu den großen Nachwuchshoffnungen der Schweizer Musikszene. Anfang Mai legen sie ihr neues Album „Spagat der Liebe“ vor. Mit ihrem Indie-Disco-Pop lässt die Band in der Milla die Puppen tanzen. Wir machen mit. Als Support sind Country-Rock’n’Roller Blind Butcher aus Luzern dabei. Die Schweiz mal anders – vielleicht gibt’s an diesem Abend auch den ein oder anderen Appenzeller?

26. Mai – JAMIE LAWSON
Ewig und drei Tage macht Jamie Lawson schon Musik. Erst letztes Jahr wurden viele Menschen auf den Briten, der sich im Dunstkreis von Ed Sheeran bewegt, aufmerksam und sein Song „Wasn’t Expecting That“ passt da vielleicht besser als ursprünglich geplant. Seine Show im Orangehouse im Feierwerk war ausverkauft, diesmal spielt er im größeren Strom.

26. Mai – MATZE ROSSI
Sein neues Album „Ich fange Feuer“ ist Musik für Herz und Hirn gleichermaßen. Eine schöne und schlaue Platte eines umtriebigen Singer-/Songwriters, der durchaus noch mehr Aufmerksamkeit verdient hätte und die es bei vielen in die Lieblingsliste des Jahres schaffen dürfte. Live im Ampere.

27.-29. Mai – ROCKAVARIA
Letztes Jahr zur Premiere waren mit Muse, Metallica, Faith No More und einem sehr gelungen Tag im Theatron durchaus ein paar Schmankerl dabei. In diesem Jahr sorgte das Line-Up aber dann doch für erhebliches Stirnrunzeln (Nightwish, Garbage und Iron Maiden sorgen da für ein buntes Potpurri). Da muss man sich die interessanten Acts schon ein bissl zusammensuchen. Generell ist eine festivalmäßige Belebung des Olympiaparks ja so schlecht nicht, aber so wirklich unser Wetter wird das nun zugegeben nun halt leider nicht. Aber gut, die Zielgruppe ist wahrscheinlich dann am Ende auch wirklich wo anders zuhaus.

29. Mai – TORTOISE
Die Instrumentalisten aus Chicago laden ins Hansa 39. Schon seit den späten 80ern zugange und mehrmals umformiert und umbenannt sind sie weiterhin eine feste Größe in Sachen Indie und Post-Rock, die ambitioniert auch Jazzeinflüsse, Krautrock aber auch Elektronik und Dub verwerkeln.

31. Mai – SKINNY LISTER
Die britischen Skinny Lister haben sich bei uns vor allem als wilde Combo im Vorprogramm von Frank Turner einen Namen gemacht. Ende des Monats kommen die Fünfe von der Insel mit Kontrabass und allem, was dazu gehört, in die Kranhalle. Da wird’s dann heiß und schwitzig, denn bei Skinny Listers Mischung aus Folk-Rock-Pop von Pogues bis Mumford & Sons bleibt keiner einfach so ruhig stehen.

31. Mai – BLEACHED
Westcoast-Sound mit bissl punkrockigen Einflüssen gibts am letzten Tag im Mai im Strom. Die von Ursi sehr geschätzte Mädels-Combo Bleached macht Halt: Sie klingen nach Sommer und weil das aus unverständlichen Gründen keine echte Musikrichtung ist, erinnern sie auch an the Runaways, Siouxsie & The Banshees und außerdem auch noch Best Coast. Ihr Album heißt „Welcome The Worms“ und ja, sie meinen sich und uns und auch euch – letztendlich sind wir doch alle ein Wurm.

Und wenn es nur nach Namen geht, empfehlen wir außerdem:
Johnny Carbonaras (8. Mai im Import/Export), bekannt für  Surf Sound und Space-Rock’n’Roll, und
Hans Sølo, der am 17. Mai Folk in den Trachtenvogl bringt.

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