Jetzt wird’s schön, Damen und Herren: Die Isar wird nach dem ganzen Regen unser Wohnzimmer und unser Schwimmbad, der Königsplatz unser After-Work-Hangout und sowieso sind wir jede mögliche freie Minute nur noch für alles unter freiem Himmel zu finden. Womit? – Genau, mit guter Musik auf den Ohren. Wir sind urlaubsbedingt später dran als sonst, aber hier kommt sie, unsere sommerlich-feine Juni-Playlist!

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Ursi
Greetings ausm Urlaub, meine Lieben! Zwei Wochen in der Sonne Kaliforniens, Nevadas, Utahs und Arizonas hab ich bereits hinter mir. Unfassbar viel gesehen, unglaublich viel gehört, ’ne Bombenzeit gehabt! Und jetzt überträgt sich die Urlaubslaune noch in die Playlist (hoffentlich bleibt die Urlaubslaune auch den ganzen Juni, oder besser Sommer, da). Zugegeben, ohne JT kommt man in diesem Sommer nicht aus, also auch hier nicht. Es folgt ein bisschen Soul, u.a. von St. Paul & The Broken Bones aus Alabama, die Ende des Monats in München spielen (Vorfreude!). Foreign Air kenne ich vor allem aus meiner obligatorischen Morning-Show und mich erinnert die Band aus den USA in manchen Takten an Alt-J. Gewagter Vergleich, aber hört selbst! Aus denen wird jedenfalls was, auch wenn den Braten bisher nur gut 2000 Fans auf Facebook riechen. Okay, und dass es der Typ von dem depperten Harlem-Shake, Baauer, mal in meinen Playlistteil schafft, hätte auch ich nicht gedacht. Allerdings komme ich nur schwer von M.I.A’s „Warriors!“ in „Temple“ und dem dazugehörigen Sample los. Und dann? – Stilbruch! Der Sir Paul McCartney kommt und ich bitte den Wettergott seit Ankündigung des Konzerts um einen lauen Sommerabend, damit ich auf einer der Wiesen rund um das Münchner Olympiastadion seinem angeblich zu 80 Prozent aus Beatles-Songs bestehenden Set lauschen kann. Und weil mit diesem lauen Sommerabend dann echt hoffentlich der Sommer komplett Einzug bei uns hält, folgt auf „For No One“ vom Geniestreich-Duo McCartney/Lennon mein geliebter Sommerhit von der Ocean Colour Scene. Er ist alt, die Menschen im Video fahren mit Scootern einen Berg hinunter, es ist Britpop und es ist großartig. Scattered Trees passen gut dazu (zu verdanken hab ich die den Ridern von The Coastal Crew)  und wo wir dank der MTB-Jungs schon im Pacific North West angekommen sind, gibt’s genau eine Band von dort und damit von der Final Destination meines Urlaubs, die mein Musikleben prägte wie keine andere: Nirvana. Folly And The Hunter und schließlich einen Neue-Musik-Hattrick von Rogue Wave, Augustines und We Are Scientists (!!!), bevor uns die Thermals und die Queers ganz rausspielen. In diesem Sinne: Goodbye California, it’S really been nice. Servus München!

Renzo
Mein Sommerurlaub steht noch bevor. Nicht ganz so weit weg wie Ursi, aber Hauptsache Sonne, Meer und Planschen. Fürs Insel-Leben auf Sizilien und Rhodos hab ich mir ein paar entspannte Songs zusammengestellt. Beirut gibt mit „Gibraltar“ die Richtung vor. Cocktail-Party am Pool – oder an der Isar. Hauptsache schön gechillt. Jungle bringen mich mit ihrem Uptempo-Groove „Time“ auch im tiefsten Winter in Sommerlaune. Beck lässt es auf seiner neuen Single ebenfalls gemächlich angehen. Auf „Wow“ sorgt er mit seinen elektronischen Hip-Hop-Beats für einen Oho-Effekt. Danach übernimmt die klassische Rap-Garde: Angefangen bei Chef-Poser Kanye West über Calypso-King 50 Cent bis Hit-Macher Timbaland – und, once again, JT. Aaliyah und Neneh Cherry machen geschmeidig weiter. Danach geht’s ab in die Indie-Disco mit TV On The Radio, einem All-Time-Fave von Arcade Fire und der britischen Newcomerin von Femme. Shamir kriegt mich mit einem Saxofon-Sample, dazu gibt’s einen sanften Beat und seine warme, soulige Stimme. Der kanadische Produzent Kaytranada liefert zusammen mit AlunaGeorge einen Track für die abendliche Sundowner-Stunde auf dem Balkon, bevor Soulwax ihre fiktive Rubber Band – aus dem hervorragenden Soundtrack zu „Belgica!“ – mit einem funky Groove-Brett auf uns loslassen. Wir bleiben instrumental: Nachwuchs-Frickler Sekuoia und Nightmares On Wax lassen uns in die Sommernacht schweben. Die Dänemark-Kanada-Connection Rhye verführt mit erstklassigen Lounge-Sounds. Zum Schluss noch ordentlich Trash: Cher mit ihrem „Shoop Shoop Song“ aus dem cineastischen Meisterwerk „Meerjungfrauen küssen besser“. In diesem Sinne: let the plansching begin – summer is coming!

Kerstin
Kerstin ist im Urlaub. Aber sie hat uns mit auf den Weg gegeben: „Einfach die ganze Platte von Thrice, die is überragend“ – und läuft bei ihr auch fast ausnahmslos im Moment. In diesem Sinne: Premiere, ein ganzes Album als Playlist. Bittesehr, die Herren aus Orange, Kalifornien, mit ihrem neuem Album „To Be Everywhere Is To be Nowhere“.

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