Da werden selbst knallharte Elektro-Skeptiker weich. Mit seinen filigranen elektronischen Stücken trifft Sekuoia den Nerv der Zeit. Der Däne begeistert jenseits von fluffigen House-Beats und Boom-Boom-Geböller. Im Herbst ist der Newcomer mit seinem Debütalbum „Flac“ auf Club-Tour – we proudly present!

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Spotify verrät, dass seine Musik neben London vor allem in Australien und Neuseeland beliebt ist. Kein Wunder, in Down Under weiß man eben, wie man es relaxed angeht. Genauso entspannt hält es auch Sekuoia.

Ehe er seinen erstes Album raushaut, ließ sich der Däne mehrere Jahre Zeit. Bereits 2012 erschien mit „Finest Ego Faces Series Volume 3“ der erste Streich. Seit 2014 veröffentlichte er zwei EPs. Auf „Trips“ folgte letztes Jahr „Reset Heart“.

Zwischendurch wurde der feinfühlige Beat-Zerstückler von Humming Records entdeckt und schnurstracks unter Vertrag genommen – das geschmackssichere Berliner Indie-Label zeigte bereits in der Vergangenheit mit Josef Salvat das richtige Händchen.

Erster gemeinsamer Release von Sekuoia und Humming Records war der Track „Waves„. Der Song war im Sommer vor drei Jahren entstanden, als Sekuoia auf einer spanischen Gitarre herumspielte. Der schwerelose Song, der Folk-Melodien mit Electronica verschmilzt, erinnert an Washed Out, mit dem Sekuoia bereits auf Tour war.

Auch mit Künstlern wie MØ und WhoMadeWho war er beretis als Support unterwegs. Darüber hinaus ließ der 23-jährige Produzent aus Kopenhagen mit seinen Sets u.a. beim „Roskilde Festival“, beim Iceland Airwaves und beim Reeperbahn Festival Musikfans und Branchenexperten gleichermaßen aufhorchen.

Verträumt und düster

Dieses Jahr legt Sekuoia nun endlich sein Debütalbum vor. „Flac“ erscheint voraussichtlich am 16. September. „Ich habe hart daran gearbeitet, die Songs verträumt und poppig klingen zu lassen, ohne je kitschig zu werden“, so der Soundtüftler über sein Album. „Die neuen Songs sollten kantiger, ein bisschen düsterer und elektronischer werden als das vorherige Material, weniger Chillout. Ich stelle mir gerne vor, dass das Album nachts in düsteren Clubs gepsielt wird.“

Anfang dieses Jahres erschienen bereits zwei Vorab-Tracks. „Someone’s Problem“ und zuletzt „Lamp In The Dark“, für den Sekuoia sich mit Sängerin Kill J zusammentat. „Lamp In The Dark“ ist ein unaufdringlicher Elektro-Track, es geht um unerwiderte Liebe.

Im Gegensatz zu kommerziell erfolgreichen Producer-Kollegen wie Robin Schulz oder Felix Jaehn wählte Patrick Bech-Madsen einen klangvollen Künstlernamen – der seiner Musik gerecht wird. Mühelos verbindet er experimentelle Electronica mit zerstückelten Hip-Hot-Beats. Weich, warm, wie über Wellen zu gleiten. Das hat angenehmerweise nichts mit den austauscharen, omnipräsenten House-Beats zu tun. Sekuoia macht Musik, in der man sich verlieren kann.

Wir freuen uns wie bekloppt, die Show von Sekuoia am 21. Oktober im Orangehouse in München präsentieren zu können. Wer den dänischen Elektro-Frickler live erleben möchte, sollte sich Tickets für die Gigs im Oktober besorgen – zum Beispiel bei muenchenticket – und im Spätsommer mal bei uns vorbeisurfen. Der perfekte Sound, um Sommererinnerungen aufzufrischen! Buoia!

Sekuoia Tour 2016:
18.10. Berlin, Prince Charles
19.10. A – Wien, B72
21.10. München, Orangehouse
24.10. CH – Zürich, Stall 6
27.10. Köln, YUCA
29.10. Hamburg, Molotow

Foto: Stephanie Stål