Ihr habt mindestens einen Doppelgänger? – Prima, den könnt ihr im November in München gebrauchen! Der Konzertherbst ist in vollem Gang und bei bis zu fünf Shows an einem Abend fallen die Entscheidungen schwer. Her mit den Doppelgängern und ab mit euch in die Spielstätten der Stadt: Hier sind unsere 60 Konzerttipps für 30 Tage! Für Unentschiedene haben wir diesmal ganz unten eine chronologische Playlist dabei.

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Konzerte von 01. – 15. November 2016

01. November – RED HOT CHILI PEPPERS (ausverkauft)
Wenn funkiger Bass auf Rock trifft, können die Red Hot Chili Peppers nicht weit sein. Mit nichts anderem als Hits, Hits, Hits schauen die Kalifornier um Anthony Kiedis und Flea in der Olympiahalle vorbei. Auf die Ohren gibts hoffentlich neben all dem neuen Material auch Klassiker wie „Give It Away“ und „Under The Bridge“. Die Show ist schon ewig ausverkauft, wir wünschen den glücklichen Ticketbesitzern sehr viel Freude.

01. November – MILLIARDEN
Milliarden singen von „Schall & Rauch“ und „Im Bett verhungern“. Sie kommen aus Berlin und machen nur zu zweit ganz schön von sich hören. Ben Hartmann und Johannes Aue sind Milliarden und live schnappen sie sich gern noch vier Begleitmusiker, damit ihr Pop-Punk auf deutsch so richtig gut rüberkommt. Bei uns im Backstage Club.

02. November – AUSTIN LUCAS
Mit Folk Punk startet der musikalische Monat im Unter Deck. Im Zimmer mit den animierten Fotorahmen tritt Austin Lucas auf. Der US-Amerikaner war mit Chuck Ragan auf Tour, Teil dessen Revival Tour und veröffentlicht seit 2006 Folk Punk, der auch von seiner Heimat Indiana beeinflusst ist: Folk Punk mit bissl Hoosier-Country also. Hörenswert!

03. November – KATE TEMPEST
Let Them Eat Chaos! Das fordert die Britin Kate Tempest, die mit ihren politisch-kritischen Tracks in der Muffathalle spielt. Es erwarten euch zornige Rap-Tracks, Gedichte mit minimaler musikalischer Untermalung und der vermutlich beste Song zur gegenwärtigen Lage unseres Kontinents. Wenn sie nicht gerade als Musikerin unterwegs ist, schreibt sie überaus erfolgreiche gefeierte Bücher. Eins steht fest: Die Britin steht mitten in der Gegenwart und nimmt kein Blatt vor den Mund. Wir verbeugen uns.

03. November – PASSENGER
Kuschlig wirds im Zenith, wenn Passenger seine Indie-Popsongs performt. Passengers größter Hit ist und bleibt „Let Her Go“, der 2013 auf allen Sendern lief. Seitdem erschienen noch drei Platten mehr, auf denen Passenger seine Singer/Songwriter-Künste zum besten geben. Die Band aus Brighton überzeugt immer noch mit stimmigem Indie-Pop und der unverkennbaren Stimme von Mike Rosenberg.

04. November – PLACEBO
20 Jahre Placebo. Das möchte gefeiert werden! Bei uns steigt die Jubiläumssause in der Olympiahalle. Brian Molko singt dann die wirklich guten Songs von früher und auch die mit den seltsam anmutenden Kinderreimen aus der letzten Zeit. So oder so, Placebo sollte man wirklich einmal live gesehen haben, denn die wissen genau, wie man abliefert.

04. November – SILVERSUN PICKUPS
Während in der Olympiahalle Brian Molko aufsingt, sind die Silversun Pickups mit ihrem Indie-Rock in der Theaterfabrik zugange. Von „Lazy Eye“ bis „Nightlight“ spielt sich das Quartett aus Los Angeles einmal quer durch seine zehnjährige Schaffenszeit.

04. November – MAX VON MILLAND (ausverkauft)
Südtirol am Start! Max von Milland schaut mit seinem deutschsprachigen Akustik-Gitarren-Pop mit Südtirol-Akzent im Schlachthof vorbei. Das ist sehr nett von ihm, denn normalerweise macht er gerade mit  dem hallenfüllenden Ösi-Export Seiler & Speer gemeinsame Sache und spielt in deren Vorprogramm.

04. November – ALLAH-LAS
Und weil drei Shows an einem Abend einfach nicht genug sind, empfehlen wir euch auch noch die Allah-Las im Technikum. Mit ihrem fetzigen Sixties-Garagen-Rock bringt das Quartett aus L.A. auch das letzte Tanzbein zum Schwofen: Irgendwo zwischen den Gitarrenhooks aus dem Großbritannien der Sechziger und der Leichtigkeit der Westcoast-Bands dergleichen Ära finden die Allah-Las ihr Zuhause. Live sehr zu empfehlen!

04. – 05. November – THE SOUND OF MUNICH NOW
Mehr als 50 Bands und Künstler aus München geben sich am Wochenende im Feierwerk ein Stelldichein, um zu zeigen, dass die Weltstadt mit Herz mehr ist als Blasmusik. Electronica, Drum’n’Bass, House, Techno und Electro-Pop gibts am Freitagabend in der Kranhalle und am Samstag spielen 21 Bands aus allen Stilrichtungen je eine Viertelstunde im Hansa39. Da zeigen alle, was sie drauf haben! Neu sind in diesem Jahr Showcases aus Regensburg und Nürnberg, weil Franken und die Oberpfalz natürlich auch musikalisch was auf dem Kasten haben. Der Eintritt ist frei, verlangt wird ein Pfand von fünf Euro um die Besuchermassen besser kontrollieren zu können. Verlässt man das Gelände ganz, gibt man sein Bändchen ab und bekommt die fünf Euro zurück. Das ganze Programm mit allen teilnehmenden Künstlern findet ihr hier.

05. November – POLIÇA
Mit ihrem verträumten, melancholischen Indie-Pop haben sie sich in den letzten Jahren in sämtliche Hipster-Herzen gespielt. Ihr Song „Lime Habit“ läuft auch auf Renzos Herbst-Playlist auf Dauerrotation. Hier treffen Folk-Tunes und Singer/Songwriter-Spirit auf kühle Electronica. Höchste Zeit, sich das US-Duo mal live anzuschauen. Anfang November haben bayrische Fans im Technikum die Gelegenheit dazu.

06. November – The Music Minutes präsentieren: NATHANIEL RATELIFF & THE NIGHT SWEATS
Wir hoffen, ihr habt euch diesen Tag genau so rot und fett wie wir im Kalender angestrichen! Nathaniel Rateliff kommt in die Theaterfabrik und das nicht allein, sondern mit seiner Band The Night Sweats. Da wird getanzt, da wird mitgewackelt, denn es gibt zum einen Memphis Soul und zum anderen vielleicht auch noch ein paar ältere Folk-Americana-Stücke. Wir präsentieren die Nummer und freuen uns ein Loch in den Bauch! Im Vorprogramm spiel Matthew Logan Vasquez, der abseits von seiner Band Delta Spirit tief in den Rock’n’Roll eintaucht.

06. November – 65daysofstatic
Ihr wollt ein bisschen Schwelgen? Die Instrumental-Band aus England bietet den perfekten Sound für lange Herbstspaziergänge durchs Laub. Sie kombinieren Post-Alternative-Rock mit epischen elektronischen Klängen. Nach ihrem fünften Album veröffentlichten die Musiker dieses Jahr den Soundtrack für das Sci-Fi-Videogame „No Man’s Sky“. Untertitel: Musik für ein unendliches Universum. Am 6. November geben wir uns ihren schwelgerischen Nummern in der Kranhalle im Feierwerk hin.

06. November – OK KID
Tanzbares mit ernsten Texten? Kein Problem für OK KID. In ihrem Song „Gute Menschen“ etwa haben die Kölner eine harsche Gesellschaftskritik hinter fröhlichen Tanzbeats versteckt. Live geben sie in der Muffathalle ihre Musik zum besten, es wird also tanzbar und durchaus politisch – gute Mischung, die nicht allzu oft vorkommt.

06. November – WILL AND THE PEOPLE
Ha, Will and The People waren vor gefühlt 100 Jahren die Vorband von Paolo Nutini. Damals blieben sie den Besuchern in besserer Erinnerung als der schottische Sänger, der sich damals nach dem dritten Song auf den Boden setzen musste. Will and The People singen jetzt im Strom Gute-Laune-Pop-Songs, die nicht selten einen unüberhörbaren Reggae-Einschlag haben.

06. November – SEILER & SPEER
„Wannst amoi no so ham kummst…“, tönt es aus dem Zenith. Das österreichische Duo Seiler & Speer aus Bad Vöslau hat mit ihrem „Ham kummst“ nicht nur den Wiesn-Hit des laufenden Jahres, sondern auch eine sehr erfolgreiche Single produziert. Zum Beispiel gewannen sie damit die Auszeichnung für den „Song des Jahres“ bei den österreichischen Amadeus Awards. Das Duo aus Komiker und Songschreiber ist allerdings nicht nur Gaudi, sondern durchaus auch sozialkritisch. Bester Beweis hierfür ist ihre Webserie „Horvathslos„. (Anm.: Man sollte österreichischen Dialekt verstehen, um die Serie zu verstehen. Sonst macht’s nicht viel Spaß! Eh kloa!)

07. November – TINIE TEMPAH (abgesagt)
Grime-Rap im Backstage Werk! Der BritAwards-Preisträger ist ein fester Gast in den Urban-Charts der Welt, seit er vor zehn Jahren mit seinem Hit „Wifey“ das erste Mal eine Nummer 1 landete. Wer mit Elektrobeats bouncen will, kommt hier auf seine Kosten.

07. November – TWIN ATLANTIC
Twin Atlantic sind irre nette Schotten, die zum Glück regelmäßig nach München kommen und auch neues Material produzieren. Früher waren sie rough und laut, mittendrin etwas poppiger, auf ihrem neuen Album „GLA“ kehren sie aber wieder zu ihren Wurzeln zurück. Die Band aus Glasgow (daher auch das „GLA“ aus dem Albumtitel) gibt es mit ihrem Gitarren-Alternative-Sound im  Hansa 39 zu erleben.

07. November – JESPER MUNK (ausverkauft)
Der Münchner, der den Blues frühstückt, kommt aus seiner momentanen Walheimat Berlin in die Milla. Die Live-Auftritte in diesem Jahr sind sehr rar gewählt, umso weniger verwunderlich, dass die Show bereits ausverkauft ist. Was wird’s geben? Irgendwas zwischen Blues, Folk, Soul und Rock vermutlich, aber so ganz sicher kann das keiner sagen. Gut wird es in jedem Fall!

08. November – TWENTY ONE PILOTS
Die Twenty One Pilots aus dem Swing State Ohio verziehen sich am Abend der US-Wahl lieber zu uns ins Zenith. München freut sich, denn mit ihrem Mix aus Indie-Pop, Indietronic und Pop erfreuen sie jedesmal wieder das Münchner Publikum: Klavier, Synthies, Ukulele, Bass, Trompete, Schlagzeug und Gesang werden bei dem amerikanischen Musiker-Duo zu einem stimmigen Ganzen.

09. November – HUNDREDS
Eva und Philipp Milner sind Hundreds. Seit 2010 machen die beiden Geschwister Elektropop, dem man spätestens seit ihrer Single „Circus“ Gehör schenken sollte. Entgegen so vielen anderen sind Hundreds vor allem auf der gediegnen, serenen Seite des Elektropos zuhause, an diesem Abend im Ampere.

09. November – WHITE LIES
Alternative-Neo-Wave-Rock Deluxe! Die White Lies aus London spielen mit ihren Synthies in der Theaterfabrik. Und nicht nur das: Sänger Harry McVeigh wird das Publikum mit seiner einmaligen Stimme betören und Songs aus drei Alben zum Besten geben. Spätestens wenn er „I live on the right side and sleep on the left/ that’s why everything’s gotta be love or death“ aus dem Über-Track „Death“ singt, sollte das Publikum bitte durchdrehen.

10. November – JA, PANIK „FUTUR II“ (Lesung + Party)
Normalerweise kennt man Ja, Panik eher als Band. Aber die Burgenländer gone Berlin haben auch ein Buch geschrieben, „Futur II“ heißt es. Dass sie an diesem Abend in der Milla sicher nicht die seltsame, so gut wie nie verwendete Zeitform erklären, versteht sich von selbst: Ja, Panik feiern zehnjähriges Bandbestehen und dafür haben die Bandmitglieder ihre eigene Sicht auf diese zehn Jahre aufgeschrieben. In wenigen Städten wird dieses „Futur II“ jetzt vorgetragen und vor allem gefeiert: angeblich mit Karaoke, Diavortrag und Schnaps!

10. November – THE GROWLERS
Nur für The Growlers wurde vermutlich die Stilrichtung „Beach Goth“ erfunden. Darunter versteht man einen Mix aus Country, Surf, Pop, Rock und Beat und das klingt live einfach saugut. Die Band organisiert auch ein Beach Goth Festival in Kalifornien, wo dann u.a. Bon Iver, die Violent Femmes, Future Islands und The Pharcyde auftreten. Bei uns gibt’s The Growlers bei einer Spitzenshow im Strom.

10. November – MICHAEL KIWANUKA (ausverkauft)
Michael Kiwanuka macht mit seinem Retro-Soul im Technikum Halt: 2012 sang sich der Londoner mit „Home Again“ in unsere Köpfe und Herzen, dieses Jahr erschien dann sein zweites Album „Love & Hate“. Auf dem bleibt er seinen Soul-Wurzeln treu, weicht jedoch etwas von seinem Folk-Soul von „Home Again“ ab. Klingt super, live vermutlich noch zehnmal besser als auf Platte.

11. November – BULLET FOR MY VALENTINE (ausverkauft)
Ordentlich auf die Lauscher gibt’s bei Bullet For My Valentine in der Tonhalle. Die walisische Metalband, die sowohl von 80er-Metal als auch 00er-Post-Punk inspiriert ist, ist eine der festen Größen im Konzertkalender. Mit Killswitch Engage und Cane Hill machen sie die Tonhalle an diesem Abend zum Paradies für Fans der härteren Gangart.

12. November – FLUME (ausverkauft)
Irgendwo zwischen Elektro-House und UK Garage hat sich Flume seine Nische erspielt. Er macht smoothe Dance-Tracks mit elektronischen Beats, allerlei Schnickschnack und vor allem ganz schön lässigen Gesangsspuren. Seine Kollaborationen von Miike Snow bis Beck und Chet Faker sprechen Bände für sein Können. Die Show im Zenith ist ausverkauft, wir wünschen allen Zuhörern sehr viel Spaß!

12. November – 257ers (ausverkauft)
Essens heißester Musikexport kommt in die Muffathalle. Die 257ers nehmen sich selber und das, was sie tun, gar nicht mal so ernst und das beschert ihnen auch ihre Anhängerschaft. Ihr Album „Mikrokosmos“ erschien vergangenen Sommer und wer wissen will, wie man seinen Song über Absurdes schreibt, möchte sich bitte „Holz“ anhören. Die Show in der Muffathalle ist bereits ausverkauft.

14. November – ELECTRIC SIX
Ihre „Gay Bar“ ist längst Kult. Den Punkrock-Song 2.0. werden sie uns hoffentlich auch in der Backstage Halle vor den Latz knallen. Hinzu kommen die recht elektronischen Stücke ihres aktuellen Albums „Fresh Blood For Tired Vampyres“. Mit ihrer wirren Disco-Funk-Rock-Mixtur wird die Band aus Detroit sicherlich für eine ausgelassene Sause sorgen. Für Fans von Elektro-Rock-Trash und der „Rocky Horror Picture Show“ ein Pflichttermin!

14. November – JAKE BUGG
Früher klang Jake Bugg so ähnlich wie Bob Dylan. Gitarre, schnoddriger Gesang und nix weiter. Inzwischen mischt der Brite elektronische Elemente unter seine Lieder und damit klingt das Ganze viel weniger nach Folk, sondern eher nach klassischem Brit-Indie. Dancing shoes einpacken und ab ins Backstage Werk!

14. November – THE JOY FORMDABLE
Die großartigen The Joy Formidable kommen wieder nach München und zwar ins Hansa 39 auf dem Feierwerkgelände! Für immer danken wir den Waliser Alternative Rockern für „Whirring“, das Material ihrer aktuellen Platte „Hitch“ steht dem aber in wenig nach. Es ist immer noch der Sound aus Alternative Rock und Shoegaze mit Synthies – alles mit der nach wie vor bezaubernden Stimme von Frontfrau Ritzy Bryan.

15. November – AGNES OBEL
Ihre Einflüsse reichen von Debussy bis PJ Harvey. Keine Frage, eine vielseitige, talentierte Künstlerin, deren melancholische Songs niemanden kalt lassen. Die dänische Singer/Songwriterin überzeugt mit ihren zarten Piano-Balladen.  Ihr drittes Album „Citizen Of Glass“ präsentiert sie nun live in der Theaterfabrik.

Konzerte von 16. – 30. November 2016

17. November – THE HEAVY
Eine Band, deren großer Hit sowohl von Kinderserien als auch einem US-Republikaner (ungefragt) benutzt wurde, muss man erst mal finden: The Heavy sind so eine. Im Hansa39 auf dem Feierwerksgelände spielen die Briten aus Bath ihren Indie-Pop auf, der allerdings soviel mehr kann als ihr Hit „How Do You Like Me Now?“. Indie-Pop ist vielleicht auch nur ansatzweise korrekt, denn The Heavy begeistern neben ihrer (wirklich indiehaften) Gitarre durch ihre neo-souligen Bläsersätze und den Gesang, für den auch ein Nachfahre von James Brown, dem Godfather of Soul höchstpersönlich, verantwortlich sein könnte. Interessante Mischung, bei der vor allem live der Funke sofort aufs Publikum überspringen dürfte.

17. November – PATRICE
Patrice hat sich mit seinen Reggae-Melodien einen festen Platz in der deutschen Musiklandschaft erspielt. Mit ordentlich viel Riddim und seiner neuen Platte „Life’s Blood“ kommt er nun in die Muffathalle und bringt dank seines Sounds für einen Novemberabend das Summer Feeling zurück an die Isar.

19. November – DEINE FREUNDE (ausverkauft)
Musikalische Früherziehung kann nicht früh genug beginnen: Deine Freunde sind eine Combo, die Raps mit Electro mischen und Hip-Hop für den Kindergarten machen. Die Show beginnt um 16 Uhr (Einlass 15 Uhr), denn die wichtigsten Gäste der Band aus Hamburg sind ganz klar die Kids. Für Eltern und Kinder ab vier Jahren spielen die „Kindsköpfe“ (so auch der Name ihres dritten Albums) in einer ausverkauften Muffathalle.

19. November – THE SLOW SHOW (ausverkauft)
Ganz ruhig und wunderbar schön wird es an diesem Abend im Ampere: The Slow Show aus Manchester  spielen ein ausverkauftes Konzert. Ihre zweite Platte, „Dream Darling“, ist weniger apokalyptisch als ihr Debüt „White Water“, steht dem Erstling jedoch in nichts an Schönheit und gewollter Tristesse nach. Unterstützung holten sich The Slow Show unter anderem von einem Bergarbeiterchor. Auf solche Ideen muss man erst einmal kommen! Der größte Erfolg sei, wenn Menschen wirklich zuhören, so die Band. Das ist eine leichte Aufgabe, denn dem Bariton von Sänger Rob Goodwin und dessen Zusammenspiel mit seiner Band kann man sich sowieso nicht entziehen.

20. November– BEACH SLANG
Rotziger Alternative Rock at its best: Sänger James Alex überzeugt mit seiner kratzigen Reibeisenstimme, unterstützt wird er dabei von rotzigen Punk-Riffs und treibenden Drums seiner Jungs. Keine Frage, Beach Slang werden das Ampere ordentlich durchschütteln. Vor kurzem veröffentlichte die Band aus Philadelphia ihr neues Album „A Loud Bash of Teenage Feelings“. Fans von bodenständigem Alternative Rock sollten unbedingt vorbeischauen!

21. November – KVELERTAK
Irgendwo zwischen Hardcore, Punk, Rock’n’Roll und Black Metal pendelt sich der Sound von Kvelertak aus Stavanger ein. Was schwammig klingt, fetzt live um so mehr! Die Norweger, die auch ausschließlich auf norwegisch singen, werden das Backstage Werk so richtig auseinander nehmen. Dieses Jahr erschien ihre neue Platte „Nattesferd“ und die dürfte ihnen nicht nur eine wachsende Fangemeinde, sondern auch ausverkaufte Hallen in Europa bescheren.

21. November – LOLA MARSH
Indie-Pop aus Tel Aviv gibts im Hansa 39. Die Musik des Duos Lola Marsh lebt vor allem von den liebevoll geschriebenen Songs und dem indie-typischen Gitarrenspiel. Ihr Song „Sirens“ würde laut dem Nylon Magazin gut in den nächsten Streifen von Quentin Tarantino passen. Die Stimme von Yeal Shoshana Cohen klingt wie aus den Siebzigern und schafft es, langsam in jedem Track Spannung aufzubauen. 2016 veröffentlichte das Quintett eine EP, auf das Debüt-Album darf man noch gespannt warten!

21. November – FRIGHTENED RABBIT
Ganz feiner, großartiger Indie-Rock wird uns von Frightened Rabbit im Ampere präsentiert. Die Schotten, die mit „Painting of a Panic Attack“ in diesem Jahr ein extrem gutes Album vorgelegt haben, sind seit 2004  umtriebig und machen etwas melancholischere Songs, die einfach ganz groß, manchmal episch und immer wunderbar klingen. Das mit der Melancholie muss am Regen in ihrer Heimat Glasgow liegen. Einmal hat der was Gutes!

22. November – NICOLAS JAAR LIVE (ausverkauft)
Unvorhersehbar, das ist Nicolas Jaar! Der New Yorker, der in Chile aufgewachsen ist, ist eine feste Größe im Elektro-Univserum. Nicht zuletzt deshalb, weil er fließende Übergänge zwischen Minimal und Jazzigem genauso wie perfekte Mixe aus Analogem und Digitalem hinbekommt. Zuletzt sorgte er für Furore als in seiner sechsstündigen Radio-Liveübertragung „The Network“ 19(!) neue Mixe vorstellte. Ort des unverhersehbaren, aber sicher wieder bahnbrechenden Geschehens für Augen und Ohren ist in München die Muffathalle.

22. November – NAZARETH
Eine Band und ein Ohrwurm, den jeder kennt: „Love Hurts“. Seit 1968 sind die Briten in wechselnden Besetzungen inzwischen unterwegs und machen immer noch Hardrock. 2014 kam ihr letztes Album „Rock’n’Roll Telephone“ heraus, für wahre Fans spielt das aber keine allzu große Rolle: Fast 50 Jahre Hard Rock gibt’s live in der Backstage Halle!

22. November – THE LUMINEERS
Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte man die Lumineers noch in einem Plattenladen spielen sehen. Aber diese Zeiten sind vorbei: „Ho Hey“ hat die Neo-Folk-Combo ganz noch oben katapultiert und sie füllen jetzt das Zenith. Dort gibts dann Songs vom ersten Album des Trios aus Denver und auch von ihrer Nachfolgerplatte „Cleopatra“, die dem Folk-Rock, der sie brühmt gemacht hat, treu bleibt.

23. November – VOODOO JÜRGENS (ausverkauft)
Der Voodoo Jürgens, der eigentlich David heißt, kommt aus der Blumenstadt Tulln an der Donau. Da hat er manchmal aufgelegt und da schon auch immer seine eigenen Songs unter die Playlisten gemischt. Er singt in österreichischem Dialekt und ist irgendwo zwischen Austropop und Wiener Lied einzuordnen; vermutlich eher in letzterem, weil seine Texte vor schwarzem Humor nur strotzen. Und wo passt der Voodoo Jürgens deswegen besser hin als in eine Kneipe, zu deren Tresen man ein paar Stufen hinabsteigen muss? Eh nirgends, deswegen gibt’s ihn live im Unter Deck. Das Kneipen-Konzert ist ausverkauft.

23. November – KRS ONE
„Whoop-whoop, that’s the sound of the police!“ heißt es an diesem Abend im Ampere. KRS-One, eins der ersten Hardcore-Hip-Hop-Phänomene aus Los Angeles in den Achtzigern, besucht die Stadt. Mit im Gepäck hat KRS-One sein neues Album „King Of The Ol‘ School“ und wir behaupten, er darf den Titel einfach mal für sich beanspruchen. Feststeht: That’s the sound that we miss! Klingt echt wie früher!

23. November – ARCHIVE
Von Trip Hop über Elektro bis Post-Rock: Das Londoner Kollektiv um Mastermind Darius Keeler hat sich seit Gründung Mitte der Neunziger immer wieder verändert. Auf ihrem neuen Album „The False Foundation“ kommen sämtliche Strömungen zusammen: Von Pop über Rock und Elektro bis hin zu Klassik und Moderner Musik. Ihren wilden, schrägen, meist tanzbaren Mix gibt’s am 23. November in der Muffathalle zu erleben.

23. November – FRIEDRICH LIECHTENSTEIN TRIO
Vogelwild, der bundesälteste Supermarkt-Werbung-Hipster tanzt jetzt dann auf einem Privatsender für Deutschland und kommt nebenbei auch noch in der Milla rum. Der umtriebige Mensch, der für ARTE die Serie „Tankstellen des Glücks“ drehte, tritt nun von zwei Kollegen begleitet am Flügel und Saxophon in kleineren Clubs auf und gibt im Trio seine frühen Songs zum Besten: melancholisch und poetisch wird das, aber sicher auch supergeil.

24. November – MAECKES
Er gilt als heißer Shootingstar am Deutschrap-Himmel. Maeckes kommt aber weder aus Kreuzkölln noch aus dem Pott, sondern aus Sturgitown. Spiegel Online bezeichnete ihn als eine Mischung aus Eminem und Tim Bendzko. Dementsprechend ist das Orsons-Mitglied beim Cro-Label Chimperator angedockt. Sein aktuelles Album „Tilt“ schaffte es auf Platz 14 der deutschen Charts. Am 24. November haut er seine Rhymes im Backstage Werk raus. Gettin‘ jiggy with it!

25. November – WIZO
WIZO sind vielleicht die einzige Punkrock-Band aus Sindelfingen. Zumindest die einzige, die Leute um die Mitte 30 immer noch kennen. Sie spielen immer noch politischen Punkrock und 2016 haben sie eine Platte mit den schmissigen Namen „Der“ auf den Markt geworfen. Darauf erzählen sie von „Chaostage94“ und dem „Bierboot“ – gewohnt schnell und laut. In Erinnerungen an die Chaostage in Hannover kann man im Backstage Werk schwelgen.

25. November – SCHLACHTHOFBRONX
Die Erfinder des „Munich Bass“ laden zum Heimspiel in die Muffathalle. Ihre „Blurred Vision“ mit 28 Bässen, bei denen man die Bassvibration wörtlich bis in die Eingeweide spüren und an den Haaren sehen kann, geht in die zweite Runde: DJ Earl und  Skee Mask unterstützen die Bene und Jakob von der Bronx. Dub, Reggae, Grime, Hip-Hop und Garage – der Musikphantasie sind bei den 28 Bässen keine Grenzen gesetzt!

25. November – ELTON JOHN
Elton John: Krasser Typ! Das meinen wir komplett ironiefrei. In der Olympiahalle spielt er seine Hits von „Rocket Man“ bis „Tiny Dancer“ (und hoffentlich nur wenig vom „Lion King“) und bittet obligatorischerweise am Schluss das Publikum an seinen Flügel. Falls ein Teil der Show nicht rundum erneuert wurde, dann Augen auf beim spektakulären Video, das zu „Rocket Man“ läuft: Justin Timberlake wird da von Fotografie-Hero David LaChapelle als Elton John in Szene gesetzt.

25. November – BEGINNER (ausverkauft)
Auf Neues von den Beginnern hat man sich ja lange Zeit gar nicht hoffen getraut. Dann plötzlich erschien die Single „Ahnma“ , dann ein Follow-up „Es war einal“ und dann das ganze Album „Advanced Chemistry“. Es folgte die Ankündigung einer Tour von Jan Delay, Denyo und DJ Mad und spätestens dann musste ein Fuchs tun, was ein Fuchs tun muss: Tickets kaufen. Die Show der Hamburger Rap-Urgesteine im Zenith war ratzfatz ausverkauft. Zur Aftershow-Party gehts dann mit DJ Mad und Freunden ins Ampere!

26. November – PULS Festival (ausverkauft)
Jedes Jahr am letzten November gehts rund im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks. Denn dann übernimmt die Jugendwelle PULS Studio 1, Studio 2 und die Kantine und lässt funkelnagelneue Acts spielen. Dieses Jahr haben sie die Local Natives, Mule Man, Prince Rama, Timothy Auld, Fprmation, Isolation Berlin und als Hightights Drangsal und RY X jeweils mit dem BR Rundfunkorchester. Die Nummer in München ist natürlich schon lang ausverkauft. Wer jedoch einen Tag eher Zeit hat und im Erlanger E-Werk feiern will, hat noch Chancen auf Tickets.

26. November – The Music Minutes präsentieren: ARKELLS
Die Arkells kommen zurück ins Strom! Und noch dazu haben sie eine spitzenmäßige neue Platte mit im Gepäck: Mit „Morning Report“ haben sie das Album, das uns gefehlt hat ohne dass wir es wussten, abgeliefert. Es ist eine tip-top Indie-Pop-Chose, die live ganz sicher einschlägt. Präsentiert von wem? – Genau, in hellster Freude von uns.

26. November – THE SIGOURNEY WEAVERS
Was passiert, wenn sich fünf Schweden im düsteren Wald einsperren, kann man im Fall der Sigourney Weavers sehen: „Noir“, also schwarz, heißt ihre aktuelle Platte und die besticht durch Songs wie „Light Up Dark“ und „Candy Donarama“. Ernsthafter als noch bei ihrem Debüt 2014 pendeln sich die Tracks zwischen Power Rock, Pop Punk und bissl Brit Rock ein, alles live und direkt im Backstage Club.

28. November – FOY VANCE
Der gebürtige Ire wuchs im Süden der USA auf. Seine Singer/Songwriter-Skills kombiniert er mit Einflüssen aus Blues und Gospel. Das Resultat: Gefühliger Folk, der unter die Haut geht und selbst Größen wie Ed Sheeran und Elton John berührt. Am 28. November sorgt Foy Vance mit seinen zarten Akustik-Songs im Strom für Gänsehaut.

28. November – BASTILLE
Die Band um Frontmann Daniel Campbell Smith startete in den letzten Jahren richtig durch. Vor drei Jahren noch als vielversprechende Newcomer gehandelt, füllt die britische Band diesen Herbst bereits die großen Hallen. In München werden Bastille im Zenith ältere Hits wie „Pompeii“ und „Things We Lost In The Fire“ zum Besten geben. Aber auch die Songs des zweiten Albums „Wild World“ stehen natürlich auf der Setlist.

29. November – TOM ODELL
Tom Odell  klimperte sich mit „Another Love“ in die Herzen seiner Fans. Der junge Songschreiber aus England kann jedoch mehr: Auf seinem zweiten Album „Wrong Crowd“ setzt er vermehrt auf elektronsiche Elemente. Glücklicherweise kann er jedoch beides: Musik mit elektronischen Einflüssen für die Masse und dann die intimen Stücke mit ihm am Piano, bei denen man vermutet, er würde nur für sich in der Tohalle spielen.

29. November – BILLY TALENT + THE DIRTY NIL (ausverkauft)
Die Kanadier rufen und die Münchner kommen: Ins Zenith laden Billy Talent und die haben sich als Vorband die phantastischen The Dirty Nil mit ins Boot geholt. Von „Fallen Leaves“ bis „Red Flag“ haben die Alternative-Punkrocker von Billy Talent alles dabei, vor allem auch ihr neuestes Werk „Afraid of Heights“, das erst im Sommer 2016 erschienen ist.

 

Wo ihr uns nicht findet

Kein Wunder, dass bei mehr 60 Shows auch drei dabei sind, wo ihr uns nicht für viel Geld hinbekommt. Die erste dieser Shows findet am 13.11. in der Muffathalle statt, wenn Anna Loos mit Silly spielt. Finden wir bescheuert, silly also. Dann werden wir uns auch nicht bei „Die Mega 90er Live!“ am 26.11. in der Olympiahalle einfinden. Wir hätten mal Bock auf die „Die coolen Mega 90er Live!“ mit Bands von Nirvana und Kyuss über Oasis bis Silverchair, aber das wird wohl nix. Unsere Defintion von „Die Mega 90er Live“ beinhaltet jedenfalls nicht La Bouche und Dr. Alban. Außerdem machen wir am 28.11. einen weiten, sehr weiten Bogen um die Olympiahalle, denn Xavier Naidoo tritt auf. Wir finden nicht nur dessen Nähe zu den Reichsbürgern scheiße, sondern schlicht und ergreifend auch seine Musik.

Außerdem legen wir euch schon eine  Show für den November 2017 ans Herz:

24. November 2017– MANOWAR
Friendos, wer Manowar noch einmal sehen will, sollte sich den 24. November rot im Kalender eintragen! Für ihre finale Abschiedstour kommen die Amerikaner, die den True Metal erfunden haben, ins Zenith. Der Kampf gegen Poser und falschen Metal, den die Band um Ross „The Boss“ und Eric Adams seit der Gründung im Jahr 1980 tapfer ausfechtet, geht in eine letzte Runde. Ob am Schluss wieder Verträge mit Blut unterschrieben werden oder nicht, kann man noch nicht sagen. Allerdings steht eins fest: Eine Ikone des Metals sagt Servus – eher laut als leise.

Auch wir sind von den 60 Shows in 30 Tagen ganz schön erschlagen und würden uns für diesen Monat mindestens einen Klon wünschen. Falls jemand von euch von der ein oder anderen Band noch nichts gehört hat, haben wir hier Abhilfe: In der Playlist unten sind alle Künstler in diesem Monat (minus die letzten drei!) mit je einem Song vertreten, in der Reihenfolge wie sie bei uns vorkommen. Das ist wild, aber macht euch vielleicht auf manchen Künstler noch aufmerksam, die ihr bisher gar nicht auf dem Schirm hattet. Wir wünschen euch viel Spaß in diesem überragenden Live-Monat!

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