Ihr Name bedeutet Würgegriff und sie singen mal von Blutdurst mal von Met. Klingt recht archaisch aber wer Kvelertak aus Stavanger damit diskussionslos in der Metal-Schublade ablegt, macht es sich zu leicht. Die sechs gestandenen Mannen mischen zur metallenen Basis Hardcore, Punk und gehörig Rock’n’Roll. Genau richtig dosiert verschmilzt das dann zu einer verdammt spannenden musikalischen Mischung, der man sich nur schwer entziehen kann.
Glaubt ihr nicht? Wir helfen euch verstehen und verlosen 2×2 Tickets für die kommende Show im Backstage am 21. November. 

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Wenn man mal genau überlegt, gibt es wahrscheinlich keine Band, die diesen Stil-Spagat so gekonnt hinlegt wie Kvelertak. Als 2010 das selbstbetitelte Debut erschien, gab es ein kollektives Aufhorchen. Wenig später durchzuckte ein gehöriger Begeisterungsschub die Szene, der sich schnell in einen Anflug von Hype auswuchs. Erst Geheimtipgemunkel, dann sich überschlagende Kritiken und schnell restlos ausverkaufte Shows. Spätestens als der gute Casper die schmucken Eulen-Leiberl der Kombo quasi zu seiner Bühnenunifom erkor, kam das Phänomen auch in breiteren Gefilden an. Sowas bringt oft mehr als eine Top-Kritik im Rolling Stone, oder welche einschlägigen Gazetten der gedruckten Art eben noch gelesen werden. Wer es dann noch in eine Live-Show des Norwegen-Sechsers schaffte war endgültig bekehrt. Das fetzte abartig.

Das unmittelbar Brachiale von Metal ist es, was die Musik ausmacht, manch einem aber auch zuviel wird. Man hört halt schnell mal nur Geknüppel und Geplärr und da kanns schonmal schwierig werden mit dem Zugang. Sicher war das primäre Anliegen der Band nie Metal für Nicht-Metal-Hörer zugänglicher zu machen, aber sie hatten halt Bock das Konstrukt aufzubrechen und damit den Laden mal aufzumischen.
Das beherzte durch die Stile Pflügen geht nicht immer gut – Schreckbeispiele gibt’s reichlich – aber hier haut das auf den Punkt hin.

Was Kvelertak fabrizieren klingt fett UND frisch, da drückt Energie aus allen Poren und da sind Melodien zum Niederknien dabei. Reichte das Zweitwerk „Meir“ (2013) nicht so recht an den Erstling heran, hauen sie jetzt mit ihrem dritten Album „Nattesferd“ (VÖ im Mai diesen Jahres) wieder auf alle verfügbaren Pauken.
Der Titeltrack ist ein Brett. Wie sich die Gitarren am Anfang schon auftürmen, da will man sich erst eine Rock’n’Roll-Tolle frisieren um sie sich dann kurz später nach allen Regeln der Kunst aus dem Gesicht watschen zu lassen. Ein Song wie Ice-Bucket-Challenge in der Sauna. Gänsehaut, euphorische Hitzewallung, impulsartiges Gezappel – Hammer!

Man kann diese Band problemlos zuhause im Wohnzimmer hören, im Auto macht sie sich noch besser, aber richtig stark wirds halt erst live.
Ihr habt eine Jeansjacke oder eine ausrangierte Eule vom Taxidermisten eures Vertrauens parat und mal wieder Bock auf eine Portion gscheid auf die Mütze? Dann müsst ihr da hin (Sogar Kronprinz Hakon und seine Mette-Marit schlagen regelmäßig bei den Shows der Bande auf!). Wir versprechen, wer nicht nur die Mähne schütteln will, der könnte sogar Dance-Moves unterbringen. Und den edlen Advents-Met könnt ihr dann aufm waschechten Kvelertak-Bierfuizl abstellen, die gibt’s nämlich mit etwas Glück wieder am Merch.

Was ihr dafür tun müsst? Wenig: Ihr müsst 18 Jahre alt sein und am 21. November 2016 Zeit für dieses Konzert haben. Dann hinterlasst ihr uns hier unten einen Kommentar – bitte mit eurer echten Email-Adresse, weil wir euch über die im Falle eines Gewinns kontaktieren werden. Wir treiben keinen Schabernack mit euren Daten, wir möchten nur unsere 2 x 2 Gästelistenplätze an den aufgeschlossenen Fan (in spe) bringen. Kreativität im Kommentarfeld ist stets gern gesehen, aber kein Muss, denn wie immer entscheidet bei uns das Los. Und dann checkt ihr am 11. November eure Mails, auch den Spam-Ordner, denn an dem Tag melden wir uns bei den Gewinnern. Das Gewinnspiel läuft bis zum 10. November 2016 um 23:59 Uhr, dann ist die werte Losfee am Zug. 

Jetzt isses an Euch! Wir wünschen allen viel Glück!

 

Foto: PR