Manchmal muss es schnell gehen. Deswegen gibt es bei uns unregelmäßige Newsflashs für die Dinge, bei denen man einfach nicht um den heißen Brei reden muss. Kurz und knapp, aber trotzdem nicht minder liebevoll kuratiert. Heute gibt’s Neues von Frank Turner, alt-J und DJ Format & Abdominal.

alt-j, Frank Turner, DJ Format, Abdominal

 

Frank Turner auf Solo-Tour

Vor zehn Tagen erst habe ich mich beklagt, dass es schon länger keine Frank Turner-Show in München und Umgebung gab. Offensichtlich hat das irgendwer gehört, denn der Turner Frank kommt auf Tour. Vorerst nur in Österreich, aber der Konzerttourismus muss ja auch unterstützt werden. „I Still Believe“ heißt es z.B. am 04. April im Rockhouse in Salzburg und am 08. April im Weekender in Innsbruck. Das Besondere an dieser Mini-Tour des Lieblings-Punk-Folk-Briten ist, dass er diesmal ohne seine Band The Sleeping Souls unterwegs ist. Frank Turner solo also. Das gab es in Europa schon länger nicht mehr. Und sehr besonders ist auch, dass es für alle vier Daten in Österreich auch 16 Stunden nach Vorverkaufbeginn noch Tickets gibt. Hier nämlich.

Gut möglich, dass der nie stillsitzende Frank Turner danach auch noch einen Schlenker nach Deutschland macht, denn zwischen seinem letzten Österreich-Gig in Vorarlberg am 9. April und dem nächsten in Paris am 20. April liegen gut zehn Tage. Zehn Tage für eine Mini-Solo-Tour durch Deutschland? – Man weiß es nicht.

alt-J sind zurück

Jaja, vermutlich war jedermanns Social Feed gestern voll davon: alt-J haben nicht nur am Samstag neues Material angekündigt, sondern gestern  – schwupps –  den ersten Song daraus veröffentlicht. „3WW“ heißt der, ist exakt fünf Minuten lang und ja, es geht um Sex. Verlangen unter den Sternen und der zerstörerischen Kraft der Liebe am Beispiel der inzwischen von den vielen für Glück angefassten und nun glattpolierten Statue der Julia (der von „Romeo und Julia“, is klar!) in Verona. Unterstützung holten sich alt-J ab 3:37 min von Wolf Alice’s Ellie Roswell. Der Song ist toll: Er hat die fast meditative, geniale Gitarre-Beat-Kombo, die so viele alt-J-Songs ausmacht, und ziemlich genau in der Hälfte des Tracks einen Bruch, der einmal mehr das Talent der alten Kunststudenten unter Beweis stellt.

Zum neuen Album mit dem Namen „Relaxer“ erklären sich alt-J, dass sie sich eine kreative Pause gegönnt hätten: Gus eröffnete ein Restaurant, Thom veröffentlichte seine Solo-Platte und Joe hat einfach eine Menge Filme angeschaut. Veröffentlichungstermin ist der 9. Juni und alt-J freuen sich spätestens dann „Relaxer“ mit den Fans zu teilen. Sie sagen:

[W]e are really excited for you to hear it.

Ohja, wir freuen uns auch. Vor allem deshalb, weil vor allem alt-Js Zweitwerk „This Is All Yours“ nicht mehr aus unserem Standard-Musikrepertoire wegzudenken ist und sie uns ein Wahnsinnskonzert im Zenith beschert haben.

Ohrwurm von DJ Format & Abdominal

Am 28. April kommt das neue Album von DJ Format und MC Abdominal heraus. Wer auf der Suche nach Hip Hop à la Jurassic 5 oder The Herbaliser ist, sollte sich diese Namen merken. DJ Fomat, der im echten Leben als Matt Form unterwegs ist, macht seit 2003 schon Platten und scratcht sich von Brighton aus durch die Welt. Er war mal der Tourbus-Fahrer von Jurassic 5 und arbeitet seitdem auch einmal mehr, einmal weniger mit ihnen zusammen. Mit Abdominal hat er einen kanadischen Rapper aus Toronto mit im Boot, der uns im Video zu „Behind The Scenes“ erklärt, wie das mit dem Geldverdienen im Rap-Business so geht (es sei denn, man ist Drake, dann läuft alles anders).

Das neue Album „Still Hungry“ von Abdominal und DJ Format ist nicht ihre erste Zusammenarbeit: „Music For The Mature B-Boy“ und “ If You Can’t Join ‚Em….Beat ‚Em“ sind ihre gemeinsamen Platten aus den Jahren 2003 und 2005.

Fotos: abdominal.bandcamp.com, Gabriel Green, PR