Der Sommer, er kommt! Wir können ihn schon riechen. Für die wärmer werdenden Tage, erste Picknicks an der Isar oder Fahrradtouren haben wir wieder eine wilde Playlist am Start. Einmal quer durch den Musikkosmos. Unberechenbar. Und gut. 

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Renzo
Bei mir hat sich in den letzten Monaten beruflich was verändert. Zu meinem endlich wieder entspannten Grundgroove passt der neue Song von einem meiner Lieblingsrapper Anderson .Paak. Da kommen Frühlingsgefühle hoch! Auch Leon Bridges sorgt mit seinem neuen Stück, getragen von Bläsern und einem geschmeidigen Jazz-Flair, für Gute Laune. Diese sommerlichen Vibes greifen Jungle in ihrem neuen Stück „Happy Man“ auf – mich machen sie damit jedenfalls zu einem sehr glücklichen Mann. Ready für die Rollschuh-Disco! In diesem Sinne Keep rollin‘: Zu „Roll (Burbank Funk)“ von The Internet würde ich gern auf Rädern durch Los Angeles streifen – mit dem Velo der Isar entlang geht aber auch.

Nicht in Kalifornien, sondern aus Frankreich ist Yuksek, zu dessen 70s angehauchtem „Icare“ man aber ebenfalls herrlich gedanklich abheben kann. Mit Janelle Monáe geht’s dann ein Jahrzehnt weiter: In „Screwed“ lässt sie Prince und die frühe Madonna aufleben. Ssion ist im siebten Himmel, die Parcels packen ihren Old-School-Funk aus. Róisín Murphy bezaubert mit „Through Time“, ein zarter, jazziger Fingerschnipper von ihrem Solo-Debüt.

Neues gibt’s von Florence + The Machine. „Hunger“ schließt an ihr opulentes letztes Album an. Mal sehen, was da noch kommt. Mein Schweizer Landsmann Pablo Nouvelle kombiniert soulige Vocals mit elektronischem Schnickschnack. Neues gibt’s auch von Lykke Li. Auf „Deep End“ experimentiert die Schwedin mit elektronischen Hip-Hop-Beats. Apropos Schweden: ABBA melden sich Ende des Jahres mit zwei neuen Songs zurück! Derweil dudeln ihre alten Songs rauf und runter.

Ursi
Weil ich diesen Monat hauptsächlich irgendwo in den Highlands rumkasper und „Braveheart“ nachspielen werde, hab ich euch ein bisschen schottische Musik in die Playlist gepackt: We Were Promised Jetpacks und Garbage zum Beispiel. Diesen Monat dürfen bei mir außerdem auf keinen Fall die Australier von Methyl Ethel fehlen, die mit „Ubu“ den Aufwach-Song des Mais geschrieben haben.

Es gibt ein paar All-Time Favorites wie Arcade Fire, die hervorragenden Eels mit meinem Lieblingssong des phänomenalen Albums „The Deconstruction“ und Kurt Vile. Mir wurde außerdem von einer französischen Chanseuse vorgeschwärmt, die sich jetzt auch in der Playlist ein Stelldichein geben darf: Clara Luciani. Und weil der Langhorne Slim diesen Monat kommt, darf der natürlich auch nicht fehlen, dann schließlich, zum Schluss, wird es dancey: Der neue Song von Simian Mobile Disco, der so gut zur neuen Serie von Simpsons-Macher Matt Greoning passen würde, und die guten alten Chemical Brothers, die diesen Sommer doch wirklich nach München kommen. Alle hingehen!

Kerstin
Den Mai mag ich. Es wird wärmer, man ist wieder mehr unterwegs und für die zahlreichen Trips, die diesen Monat anstehen wird diese Playlist mein treuer Begleiter sein. Los geht’s funky mit den Steaming Satellites, die nach einem herrlichen Konzert im Strom Anfang des Monats fleißig weiter touren (man sieht sich im schönen Innsbruck!) und The Spinners mit ihrem „Rubberband Man“ (Flashback Avengers- Infinity War! – Jetzt wo die Guardians das Avengers Universum geentert haben, gibt’s auch groovy Soundtrack-Momente.) Die Pixies sagen „Hey“, ABAY klauen auf „Plastic“ bei Frank Zappa und Biffy Clyro gehen auf Akustik-Tour! (Die drei schottischen Newcomer wurden kürzlich übrigens von Ö3 entdeckt, und man wird ab jetzt sicher noch viel von ihnen hören…).

Der Countdown zum Albumrelease von Courtney Barnett geht weiter mit „Sunday Roast“. Wenn da nicht noch irgendwas gehörig schief geht, dürfte das eine durchweg feine, dritte LP werden. Sommersonneisarbiervibes bringen Mad Caddies mit ihrer relaxten Ska-Punk Version von Greenday’s „She“ (ein Vorbote vom Mitte Juni kommenden Cover-Album „Punk Rocksteady“, auf dem sie sich u.a. auch noch Klassikern von Bad Religion, Lagwagon und Against Me! annehmen werden.)

Neues gibt es dazu von Touché Amoré und mit dem „Simple Song“ von Avail erinnern wir uns noch einmal zurück an das großartige Hot Water Music Konzert Ende April samt Tim Barry’s tadelloser Dance Moves. The Get Up Kids haben sich endlich zurückgemeldet und die Prä-Sommer-Hymne im Gepäck, „Maybe“. Neu auf dem Radar sind Rolling Blackouts Coastal Fever aus Courtney-Town Melbourne. Ihr superlässiger Indie-Rock macht schwer Laune.  Eine weitere Neuentdeckung auf Platte hat sich dieser Tage auch als Neuentdeckung auf der Bühne entpuppt. Shame, diese 19jährigen, englischen Bürschchen haben im Orangehouse gezeigt, wo der Hammer livemäßig so hängen kann. Großartige, knackige, spaßige und intensive Show. In einer knappen Stunde exakt auf die Zwölf!

Zum Ende Neues von Get Well Soon, die mit „Martyrs“ den ersten Vorboten vom kommenden Album „The Horror“ rausschicken. Diese Bläser schon wieder! Und zum Finale dann noch Grande Instrumentale, und wer könnte das besser als Mogwai und Ólafur Arnalds? Genau!

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