Ihr seid noch da? – Toll! Das mit der Gelobung zur Besserung ist unser oberster Vorsatz für 2019, wir wollen dringend wieder mehr von uns lesen und hören lassen – deswegen startet Ursi mit Teil 2 unserer Jahresvorschau durch. Willkommen in der Welt von Soundtracks zu Serien, Soundtracks für das Leben, Soundtracks zu guten Abenden – Soundtracks für 2019.

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Live

Ich hab vermutlich die Pole Position für die Konzerte der nächsten Jahre letzten Oktober von Bruce Springsteen in New York belegen lassen. Nichtsdestoweniger freue ich mich tierisch auf The Streets im Februar und Anderson .Paak im März hier in München. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was mike Skinner für die Show von The Streets alles aus dem Hut zaubert. Jedenfalls war das Konzert in der Muffathalle ratzfatz ausverkauft – so schnell, dass Freunde von mir in alle möglichen europäischen Länder ausweichen müssen, um die legendäre Band aus Birmingham zu sehen.

Im März kommt dann Anderson .Paak mit den Free Nationals auf Tour. Und auch da bin ich schon sehr gespannt. Ich kann gar nicht genau sagen, was ich Anderson .Paak so mag – aber das ist vielleicht auch das Gute an ihm. Ich weiß nur, es ist Hip-Hop, der mir in dieser modernen Form eigentlich recht fremd ist. Prinzipiell ist ja aber auch voll wurscht, wieso was wie klingt – es ist Musik, die ich gut finde. Und allein deshalb lohnt der Konzertbesuch. Wer da auch hin will, beeilt euch mal mit den Karten!

Außerdem: Schon am 25. Januar kommen Friska Viljor nach München und spielen in der schönen Neuen Theaterfabrik (und dass mir jetzt bloß keiner „Da geh ich nicht hin, das ist ja im Vorort“ murmelt! Da ist man doch schneller als in der Soundhölle aka Zenith) . Dort stellen die Schweden neues Material vor, gewohnt leicht melancholische Texte hinter fröhlichen Melodien verpackt, quasi das Richtige Serum in diesem traditionell längsten Monat des Jahres.

Gepresst

Ich habe die Vermutung, dass der Schotte Gerry Cinnamon demnächst auch hier rauf- und runterlaufen wird. Überzeugend ist das Cover seines Album: heute zugegebenermaßen untypisch mit Fluppe im Mund. Es kommt Neues von The Raconteurs und die erste Single „Now That You’re Gone“ ist hoffentlich ein Vorgeschmack auf das komplette Album. Toll!!!

Auf der großen und kleinen Leinwand

Ja, wo anfangen? Ich habe die Alben von Ezra Furman wieder ausgegraben, nachdem er fast den kompletten Soundtrack zu „Sex Education“ stellt. Die Netflix-Serie ist witzig und wichtig und erzählt vom Erwachsenwerden an einer Schule in Wales. Wer mehr über die Show und ihre Schauspieler lesen will, den verweise ich der Einfachheit halber einfach hierher. Mein Teil der Playlist startet übrigens mit dem letzten Song der zweiten Staffel „The Marvelous Mrs. Maisel“ – einer wunderschönen Nummer von The Zombies. „This Will Be Our Year“ klingt so zeitgemäß und modern, dass ich gar nicht glauben konnte, dass der Song aus dem Jahr 1968 (!) ist. Unfassbar schön, zeitlos und in der Serie unfassbar gut gewählt. Ebenfalls alt ist „Goodbye Stranger“ von Supertramp, das gleichermaßen gut in „I, Tonya“ eingebaut ist.

Irgendwann dieses Jahr, ich tippe auf ganz gegen Ende, kommt dann auch noch „The Irishman“ von Scorsese mit de Niro und Pacino. Martin Scorsese hat ein extrem sicheres Händchen bei der Musikauswahl, heißt im Klartext: „Layla“ ist nie schöner als in „Goodfellas“.

Gedruckt

Ich habe von meinen Eltern zu Weihnachten das „Beastie Boys Book“ bekommen.

Das könnte als Aussage reichen, aber ich möchte es kurz ausführen. Seit ich über die Geschichten von Adrock und Mike D. schmunzeln kann, höre ich automatisch wieder mehr Beastie Boys. Das New Yorker Trio war immer schon sehr wichtig für mich und meine musikalische Erziehung, allerdings wurde mir erst während des Lesens des Schmökers bewusst, wie wichtig die Beastie Boys wirklich für mich waren und wie sehr ich sie vermisse. Meine Lieblingsepisode aus dem Buch ist übrigens der Ausflug der Beastie Boys im Jahr 1986 nach London und ihr Abend, an dem sie mit Joe Strummer und Mick Jones von The Clash Red Stipe aus Dosen getrunken haben. Das ist fast schon zu viel des Guten. Absolute Leseempfehlung meinerseits! Und wie immer mein Lieblingsalbum von ihnen, „Check your Head“, als Hörempfehlung dazu.

Das war’s dann auch schon. Unsere Playlist ist jetzt um meine aktuellen Favoriten ergänzt, morgen ist Renzo dran  –in diesem Sinne, stay tuned!

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